Obst-Tagebuch (2011/2012/2013)

25.10.2013

Meine Obsterfahrungen befinden sich jetzt unter:

http://www.grundeigentum.net/?page_id=636

http://www.grundeigentum.net/?page_id=613

http://www.grundeigentum.net/?page_id=594

http://www.grundeigentum.net/?page_id=562

31.03.2013

Seit einigen Monaten esse ich morgens Äpfel statt Brot, um meine Gewicht langsam aber sicher zu reduzieren.  Das funktioniert auch ganz gut.  Die Äpfel haben sich seit Dezember sehr gut gehalten, weil wir einen relativ kalten Winter hatten.   Da meine Gartenhütte schlecht isoliert wurde, hat mein Frostwächter allerdings fast 160 KWH Strom verbraucht bei Heizung ab 2 Grad.

Dabei habe ich folgende Erfahrunen gemacht.  Am besten schmeckte mir bis Ende Januar die Kanada Renette (Pariser Rambour).  Dieser Apfel ist klobig groß, manchmal fast viereckig, braun, und vor sehr angenehm mürbem Geschmack.  Parallel dazu habe ich auch den Brettacher gegessen.  Dieser war sehr groß, rot, wenig Geschmack, wenig Zucker, wässrig,  kälteempfindlich.  Einzelne Äpfel wurden bei der Kälte innen braun, so daß sich die rote Farbe noch stärker zeigte und d er Defekt nicht sofort auffiel.  Insgesamt ist der Brettacher als Eßapfel weniger gut geeignet, eher für nicht allzu süßen Apfelsaft.  Boskoop hatte ich fast unendlich viele.  Sie waren mir im Januar noch zu säuerlich, sind jetzt weniger säuerlich, werden allerdings nicht wirklich mürbe.  Sehr gute Erfahrungen habe ich dieses Jahr mit dem Schönen von Nordhausen gesammelt.  Dieser ist relativ klein, schmeckt geschält angenehm mürbe und extrem haltbar, haltbarer als etwa der Rheinische Bohnapfel.  Er hat zwar bei der Ernte viele Schorf-Risse, die aber alle nicht faulen.  Da der Baum zuviel trug konnte ich nur etwa ein Drittel pflücken.  Später habe ich ein weiteres Drittel aufgehoben und gelagert.  Trotz dieser braunen Druckstellen des Fallobsts, ist praktisch keiner angefault  und schmeckte trotz Überrreife geschält gut.  Auch das Fallobst der Rheinischen Bohnapfels hat sich sehr gut gehalten, faulte aber dann doch im Gegensatz zu dem Reheinischen Bohnapfel.

 

 

22.11.2012

Die Boiken-Äpfel waren diese Jahr wieder einmal sehr groß und angenehm im Geschmack.  Sie halten sich allerdings nicht so lange.  Die Früchte bekommen jetzt auf dem Lager manchmal braune Flecken als Ansatzpunkte für Fäule.  Sie werden jetzt auch sehr mürbe und eigenen sich bestens für Apfelbrei.

Der Schöne von Nordhausen hat dieses Jahr wieder außerordentlich viel getragen, allerdings relativ klein, wohlschmeckend und sehr lange haltbar.  Allerdings hat er häufig Schorfflecken, die tief eingerissen sind und den Ansatssatzpunkt für Fäulnis abgeben dürften.

19.11.2012

Dieses Jahr wurden die Walnüsse im Sossenheimer Unterfeld fast alle schwarz.

http://de.wikipedia.org/wiki/Walnussfruchtfliege

Ursache war die Walnußfruchtfliege (Rhagoletis completa):

—– Original Message —–

From: Michael.Fischbach@rpgi.hessen.de
To: j@kremser.info
Sent: Monday, November 19, 2012 9:38 AM
Subject: Walnussfruchtfliege

Sehr geehrter Herr Kremser,

zur Beantwortung Ihrer Frage sende ich Ihnen einen Teil aus unserem Warndienst:

Walnuss – Fruchtfliege und Blattflecken

In diesem Jahr beobachten wir, wie in den beiden Vorjahren auch, ein starkes Auftreten der Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa). Diese Fruchtfliege stammt ursprünglich aus dem Südwesten der USA, wurde in Hessen in den Jahren 2008 und 2009 eingeschleppt und scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Die weißlich-gelblichen Larven leben gesellig in der fleischigen Schale der Nuss und ernähren sich hiervon. Dadurch wird die Fruchtschale weich, schleimig- feucht, schwarz, klebt an der Nussschale und lässt sich dann kaum mehr entfernen. Die Nussschale und eventuell auch der Kern werden verfärbt. Bei frühem und stärkerem Befall kann zudem der Kern selbst schrumpfen.

Die Walnussfruchtfliege, die etwa so groß ist wie unsere Hausfliege, überwintert als Puppe im Boden. Die Fliegen schlüpfen ab Ende Juni bis Anfang September. Die Eier werden in Gruppen an die sich entwickelnden Früchte abgelegt. Die Larven, die nach etwa fünf Tagen schlüpfen, fressen 3-5 Wochen lang in der Fruchtschale. Danach lassen sie sich entweder alleine oder mitsamt den Nüssen zu Boden fallen, wo sie sich in die Erde eingraben und dann verpuppen. Es entsteht nur eine Generation im Jahr.

Direkte Bekämpfungsmaßnahmen sind nicht möglich. Wie gegen die Kirschfruchtfliegen kann durch das Aufhängen von Gelbtafeln ab Mitte Juni eine gewisse, meist jedoch nicht befriedigende, Befallsverminderung erreicht werden. Die wichtigste Bekämpfungsmaßnahme ist das sofortige Entfernen und Vernichten befallener Früchte nach dem Abfallen, um eine Einwanderung der Larven in den Boden zu vermeiden. Auch ein Abdecken des Bodens mit feinmaschigen  Kulturschutznetzen, vor dem Fruchtfall, wäre theoretisch denkbar, bei den meist sehr großkronigen Bäumen, dürfte dies aber nur im Ausnahmefall zu realisieren sein.

Es gibt auch Pilz- und Bakterienkrankheiten der Walnuss, die äußerlich ähnliche Schadsymptome verursachen können, bei einem Befall mit der Walnussfruchtfliege lassen sich jedoch meist noch Larven in den schwarzen Fruchtschalen finden.

Viele Walnussbäume zeigen auch einen stärkeren Befall von dunklen Flecken auf Blättern und häufig auch auf den Früchten. Auf der grünen Fruchtschale bilden sich schwarze Flecken, die sich im Laufe der Zeit vergrößern. Normalerweise ist nur die Fruchtschale betroffen. Nur in Ausnahmefällen dringt die Krankheit bis in den Kern vor.

Auf den Blättern entstehen bei Befall eine große Zahl kleiner dunkelbrauner Flecke von eckiger Gestalt. Bei starkem Befall kann es zu vorzeitigem Blattfall im August/September kommen. Es handelt sich hier um die Marssonina-Krankheit, einen pilzlichen Erreger, der vor allem in niederschlagreichen Sommern zu stärkeren Schäden führen kann und somit in diesem Jahr besonders stark in Erscheinung tritt.

Der Pilz überwintert auf Falllaub. Aus diesem Grund sollte das Falllaub im Herbst entfernt werden, da von ihm im Frühjahr neue Infektionen ausgehen.

Diese Information hat der Warndienst in folgendem Artikel veröffentlicht:

Hobby_07_2012

15.11.2012

Über Kürbisse:

http://www.mein-gartenjahr.de/archiv/kuerbis.html

Ölkürbis: markantestes Merkmal sind die schalenlosen Kerne, die sehr gut schmecken und äußerst gesund sein sollen. Aus dem Steirischen Ölkürbis wird das wertvolle Kürbiskernöl gepresst. Wichtige Sorte »Lady Godiva.

Ich habe dieses Jahr einmal den Patisson-Kürbis ausprobiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Patisson

Dieser war nicht rankend;  die Pflanze  nur etwas größer als die Zucchini.  Wegen der ungeheuren Zucchini-Ernte habe ich ihn reif werden lassen und von 3 Pflanzen ca. 25 Stück geerntet.  Die Schale ist ungeheuer hart, so daß eine Frau ihn vermutlich nicht aufschneiden kann.  Man muß dann das Fleisch aus der ca. 2 mm dicken Schale herausschnitzen.  Er scheint mir aber besser als der Hokkaido-Kürbis zu schmecken.  Dessen Schale läßt sich sogar mit einem Kartoffelschäler zur Not schälen, zerfällt auch gut zu einem Pürree, schmeckt aber stark nach Kürbisaroma:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hokkaidok%C3%BCrbis

Gesundheitlich bekommt mir der Patisson entsprechend dem Ruf der Kürbisse recht gut.

Bestellung be:

http://www.kuerbis.net/shop/kataloge/jansen-kataloge.htm

http://www.kuerbis.net/shop/kataloge/jansen-katalog-2012.pdf

Herr Brancucci ist am 18. Oktober 2012 leider gestorben:

http://www.kcb-samen.ch/shop/news.php

30.10.2012

Fünf Wassertonnen geleert, da sie in der vergangen Woche schon tatsächlich am 28.10.2012 eine ca. 1 cm dicke Eisschicht hatten.  Die Pecan-Nuß hat auch alle Blätter abgeworfen.  Ich bin mal gespannt, ob der Hickory-Baum diesen Winter überleben wird.

26.10.2012

Viele Sämlinge der Eßkastanie sind jetzt heruntergefallen, aber fast alle weiß und kaum braun, zum Teil vermutlich gestohlen.

20.10.2012

Heute habe ich die letzten Kartoffeln geerntet.  Es war eine riesen Menge im Vergleich zu den Saatkartoffeln.  Mir schmeckt die Sorte Laura recht gut:  Schale rot, innen gelb, mehlig kochend.  Mehlig ist  interessanterweise  auch die Sorte Solara.  Im Februar hatte ich günstig mehrere Säcke kleine Solara beim Penny gekauft und die wertlosen Wurzeln austreibenden später verpflanzt.  Dies wurden tatsächlich ganz große und mehlig im Unterschied zu ihren kleinen Müttern, die ich im Februar gekauft hatte.

19.10.2012

Die Ernte der Marone von Lyon ist heute zu Ende gegangen.    Die letzten Schalen fielen grün herunter, die Früchte waren aber innen schon braun oder nur am Fruchtboden ein bißchen weiß.  Vorgestern ist doch nachmittags ein Dieb blitzschnell über den Zaun gesprungen und hat alle heruntergefallenen Früchte mitgenommen.  Die grünen Schalen hat er nicht geöffnet und mir noch übrig gelassen.  Der Sämling, meine letzte späte Eßkastanie, fiel gerade heute erstmals  herunter, die Schalen haben sich aber nicht geöffnet, und wenn man sie öffnet sind sie fast weiß.  Mal sehen ob sie noch nachfärben.

Die Walnußernte habe ich aufgegeben.  Einerseits kommt immer ein Dieb, der trotz Zaun heimlich erntet, was er aber erntet ist dieses Jahr alles ziemlich schwarz wegen Marssonina juglandis.  An den schwarzen Stellen bilden sich sofort kleine Würmchen, die zwar nicht in den Kern gehen, aber unangenehm sind.  Ich habe jetzt begonnen weiter die Walnüsse vom vergangenen Jahr zu knacken.  Ich habe noch viele Esterhazy von 2011.  Sie sind zwar sehr groß, haben viel Fett – im Unterschied zu den trockenen Weinsberg 1 – haben auch ein dünne Schalen und die Früchte brechen nicht beim Knacken.  Problem ist nur der starke Befall durch Marssonina juglandis.  Trotz starkem Befall schmecken sie aber meistenteils noch gut.

11.10.2012

Heute habe ich 190 Liter Apfelsaft pressen lassen, nachdem ich zwei Tage lang 277 kg Äpfel in Zeilsheim eingesammelt hatte.  Gepreßt wurde beim Lindenhof, Thomas Ströll, Reifenberger Str. 18, 65719 Hofheim am Taunus, gegenüber der Straße zur  Viehweide, Tel. 06192/27637.  Kosten 27,70 Euro.  Der Hofverkauf schient mir ganz interessant zu sein.  Wir wollen dort mal das Fleisch versuchen. Wie bekommt den dortigen Schweinen der Apfeltrester, der in gigantischen Mengen anfällt?  Wie wirkt sich das auf deren Fleisch aus?

08.10.2012

Die Ernte von Ecker 1 ist heute fast zu Ende gegangen. Auch die große französische, vermutlich Pricose de vannes, ist zu Ende.  Heute begann statt dessen die Marone von Lyon.  Ein Teil der Eßkastanien ist am Boden eingeschrumpft aufgrund zahlreicher Kastanienwickler, die ich früher nicht hatte.    Obwohl ich eine gelochte italienische Kastanienpfanne habe, verzichte ich auf diese, da man ca. 20 Minuten lang unentwegt diese schwenken muß, damit die Kastanien nicht anbrennen.  Statt dessen koche ich sie eine halbe Stunde lang, schneide die Spitze ab und löffele sie mit einem spitzen Teelöffel heraus.  Dabei schmeckt mir am besten die Ecker 1, weil sie auch ein bißchen süß ist.  Die Marone von Lyon und Pricose de vannes schmecken  zwar  auch gut nach Stärke, aber eben nicht so süß wie Ecker 1.  Deren Fruchtfleisch sieht sogar gekocht ähnlich wie Marzipan aus, während die anderen rein weiß sind.  Der Sämling scheint dieses Jahr nur taube Früchte zu haben, obwohl er übervoll trägt.  Die Marone von Lyon scheint mir weniger von der Kastanienwicklern betroffen zu sein.

06.10.2012

Die Walnußernte ist dieses Jahr unbefriedigend.  Die Frühblüher wie Klon 26 oder Esterhazy wurden von Spätfrösten vernichtet, und die späten Sorten Klon 120, Klon 139 und Weinsberg 1 tragen zwar mittelmäßig, doch sind die Früchte alle krank.  Es fällt fast nie eine Nuß herunter, sondern fast immer nur mit Schalen, die dann schwarze Stellen haben.  Ich muß deswegen die Nüssen mit Schalen einsammeln und dann im Garten die Nüsse von den Schalen trennen.  Als Vorteil ergab sich bisher, daß der Zaun noch nicht aufgetrennt wurde zwecks Diebstahl.

27.09.2012

Heute habe ich die ersten Ecker 1 Eßkastanien geerntet.  Die Schalen beginnen jetzt gelb zu werden, so daß ich einen kleinen Eimer ernten konnte.  In den nächsten Tagen geht es jeden Tag weiter.  Die Marone von Lyon und der späte Sämling von der Baumschule Bartsch sind noch ganz grün.  Im vergangenen Jahr war am 12.09.2011 die Ecker 1-Ernte schon fast vorbei!

Die frühen Walnüsse wurden in diesem Jahr in Sossenheim durch Spätfrost vernichtet.  Die späten, wie Weinsberg 1 oder Klon 139, waren wenig, werden jetzt reif, sind aber fast alle schwarz.  Die Diebe haben das eingezäunte Grundstück schon betreten, haben aber nicht viel abgemacht.

12.09.2012:  Leider bin ich aufgrund der unentwegten Prozesse wegen des Abrisses eines Zauns mit der Stadt Frankfurt am Main und dem Verwaltungsgericht Frankfurt nicht zur Fortführung des Obst-Tagebuchs gekommen.  Aber immerhin für mich einige Bemerkungen:

Bis zum 10.09.2012 sehr gutes Sommerwetter, ab 10.09. Regen und Abkühlung.

09.09.2012:  Weintraube Bianca ist reif
12.09.2012:  pflückreif Kanada Renette, Gewürzluiken und Goldparmäne,  Ecker 1 noch nicht reif, Walnußernte auch noch nicht begonnen.

18.10.2011

Heute morgen gab es Frost in Sossenheim.

17.10.2011

Heute nacht sind die Zucchini im Sossenheimer Unterfeld schwarz geworden.  Der Herbst hat richtig begonnen.

15.09.2011  Walnußgarten wurde komplett von Dieben geräumt;  sie haben den Zaun durchgeschnitten!

12.09.2011

Die Ernte der Eßkastanie Ecker 1 ist schon fast beendet.  Ich vermute, daß sie vor 4 Tagen abfielen, nachdem schon zuvor die tauben Schalen fielen.

10.09.2011

Die Walnußernte ist im vollen Gange.  Die Klone 26 und 1247 sind jetzt reif, auch Esterhazy wird jetzt reif.  Trotz intensivster Bemühungen, Laub im Winter einzusammeln, Funguran spritzen, ist Ersterhazy wieder von Marssonina junglandis schwer befallen.  Die Früchte sind groß und normalerweise reif, aber die Schalen trocknen nicht ab wie bei 26 oder 1247, sondern sind schwarz schmierig, was das Einsammeln und Trocknen unangenehm macht.  Klon 139 fängt auch jetzt langsam an reif zu werden, die Früchte sind aber feuchter beim Fallen als bei 26 und 1247, so daß es mehr Arbeit beim Trocknen ist.  Die Schalen von 26 und 1247 sind vertrocknet beim Abfallen, die von 139 bleiben länger frisch, so daß die Nüsse länger feucht b leiben.

Ganz weit zurück sind noch 120 und  Weinsberg.  Beide sind weniger von Marssonina geschädigt als früher und dürften noch einige Zeit zur Reife brauchen.

28.08.2011

Heute habe ich einen Spaziergang gemacht von der Hohemark bis zum Fuchstanz, insgesamt 7 km und zurück, alles mit medizinischen Krücken.  Es kamen sehr viel Fahrradfahrer vom Fuchstanz herunter, die mit 50 km pro Stunden die Waldwege heruntersausten.  Auch auf allen Seitenwegen fuhren Fahrradfahrer.  Ich befürchte bei dieser intensiven sportlichen Nutzung der Berge werden Blindschleichen kaum eine Überlebenschance haben.

Das Auto hatte ich bei der Primary School der International School geparkt neben einer aufgegebenen Bushaltestelle.  Gegenüber wuchs am Waldesrand ein wilder Apfel, höchstwahrscheinlich aus Sämling.  Dieser hatte von der Form Glockenäfel so ähnlich wie der Schweizer Winterglockenapfel, die allerdings schon reif waren und erfrischend süß schmeckten.  Diese werde ich im kommenden Frühjahr mit meiner Omegaschere auf einen meiner Sämlinge veredeln und als “Kremsers Stolz” herausgeben.

Diesjährige Obsttermine im Sossenheimer Unterfeld:

2 Bienenvölker schwärmten in Sossenheimer Unterfeld am 17.05.2011 und am 18.05.2011

4. Juni Süßkirsche in Zeilsheim reif, drei Tage lang reif, anschließend faulend, gleichzeitig die Johannisbeeren Jonkheer van Tet

18. Juni Sauerkirsche Morellenfeuer

18. Juni Stachelbeere Hönigst Früheste

4. Juli Aprikosen Ambrosia
5. Juli Aprikosen Ungarische BEste
7. Juli Ersinger Frühzwetsche
10.7. Aprikose Bergeron
13.7. Pfirsich Dixired
13.07. letzte Ernte der Johannisbeeren
30.07. Mirabelle von Nancy und Bühler Frühzwetschen
02.08.  South Haven
08.08. Anneliese Rudolph und Fair Haven
06.08. Bühler Frühzwetsche in Zeilsheim
15.08. Ellerstädter
15.08. Boscs Flaschenbirne, wenn es diese braune Birne wirklich ist, stark heimgesucht von der Wespen und nicht verwendungsfähig, wegen riesiger Menge, die in kurzer Zeit überreif wird, zu früh aber abgemacht beim Kochen hart bleibt.

05.05.2011

Im vergangenen Jahr habe ich am 24.04.2010 in

http://gruenguertel.kremser.info/?p=254

berichtet, daß die Eßkastanien Ecker 1 alle einen Frostschaden erhalten haben.  Heute muß ich das leider von der anschließend austreibenden Marone von Lyon berichten.  In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai war es so kalt, daß unsere Gasheizung ansprang, in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai war es nocht viel kälter, so daß die kleinen austreibenden Walnüsse unter 1 m alle schwarz geworden sind.  Die Ecker 1 sind diesmal weniger geschädigt worden als die Marone von Lyon.  Warum?  Die frisch austreibenden Blätter der Walnüsse und Eßkastanien sind am meisten durch Spätfrost gefährdet, und zwar vor allem in Bodennähe.  Die Ecker 1 ist wieder zuerst ausgetrieben und hat jetzt relativ gut ausgewachsene Blätter, deswegen haben sie dem Spätfrost sehr viel besser widerstanden als die gerade austreibenden Blätter der Marone von Lyon.  Die Eßkastanien-Ernte wird dieses Jahr also wieder gering sein.  Eine ähnliche Situation zeichnet sich in anderen Teilen Deutschlands ab.  In „Alles Wetter“ beim HR wurden heute Bilder gezeigt, die schwarze Spitzen und Triebe des Weins zeigten.  Im BR zeigte der Winzer Steinmann auch seine Schäden; die Kirschernte in der Fränkischen Schweiz, die normalerweise 2000 Tonnen beträgt, ist gestern weitgehend vernichtet worden und zeigt fast nur schwarze Früchte. – Bei mir wurden auch die Weinreben und der Austrieb der Feigen geschädigt.

Die Situation ist so ähnlich wie im vergangenen Jahr:  Wochenlang kein Regen, strahlender Himmel, mittags warm, aber nachts sehr kalt, wenn die Wärme abgestrahlt wird.


Die Eßkastanien am 3. Mai.  Man sieht deutlich, daß der Austrieb der Marone von Lyon hinter dem der Ecker 1 zurück ist.

Am Morgen des 5. Mai:  Die Marone von Lyon ist schwer verbrannt durch den Frost.

Auch die weitere Marone von Lyon ist verbrannt.  Während dahinter die Ecker 1, deren Blätter schon länger ausgetrieben und robuster waren, ganz gut aussehen.

Bei näherem Hinsehen ist jedoch auch die zuletzt ausgetriebene Blüte der Ecker 1 beschädigt.

Auch die Walnüsse wurden in dieser Nacht schwer an einzelnen Standorten geschädigt.

17.04.2011

Meine Nachbarn beim Schieberle-Grundstück pflegen die Grundstücksgrenze nicht.  Es handelt sich um eine Erbengemeinschaft, deren Mitglieder schon einige verstorben sein dürften:

Fay, Willy Heinz (verstorben),
Gönner, Hildegard Gertrud, geb. Intra
Bohnenberger, Hildegard, geb. Kaltenhäuser,
Höchst, Maria Elisabeth, geb. Kaltenhäuser.

Inzwischen habe ich drei Tage investiert um die Grundstücksgrenze zu säubern.

Beiliegend kamm man erkennen, wie sich eine Brombeerhecke über ca. 20 Jahren aufbaut.  Oben sieht man grüne Brombeerranken, darunter ca. 1 m Höhe abgestorbene Brombeeren, die beim Entfernen eine zienmlich dornige Angelegenheit sind:

14.01.2011

Heute habe ich mit Leonhard Jonas die Obsthorden untersucht sowie den Wasserstand der Nidda.

Der Wasserstand ist noch nicht so hoch wie im Jahre 2003, so daß keine unmittelbare Gefahr besteht.

Die Äpfel haben sich erstaunlich gut gehalten.  Obwohl der Frostwächter nicht angestellt wurde, haben die Äpfel keinerlei Schaden genommen.  Herr Jonas hatte sie mit meinem Sohn alle schön zugedeckt.  Dies scheint vollkommen auszureichen.   Die Birnen mußten wir allerdings komplett wegwerfen.  Damit ist nachgewiesen, daß – entgegen den Sortenbüchern – bei uns diese vermutlich bis maximal Anfang Dezember haltbar sind.  Alle Alexander Lukas, alle Pastorenbirnen, alle Madame Verte waren weich oder schimmelten.  Da ich zwei Monaten nicht in Frankfurt war, konnte ich dies erst jetzt feststellen.

Die Riesen-Boiken sind inzwischen auch schon überreif.  Seit Wochen sind sie sehr mehlig und haben jetzt sehr häufig dicke braune Stellen um die Schale.  Also wieder eine totale Fehlinformation aus den Sortenbüchern!  Herbert Petzold und Walter Hartmann sagen beide, daß sie eine Dauersorte sei, die von Februar bis Mai haltbar sei.  Unglaublich, auch die abgebildeten Äpfel passen von ihrer Gestalt  her nicht zu meinen Boiken.  Vielleicht habe ich schon wieder eine falsche Sorte von der Baumschule geliefert bekommen?  Aber wie soll ich das jetzt noch überprüfen?

Der Schöne von Nordhausen hingegen hat noch keine Überreife und schmeckt sehr gut.  Auch etwas für Liebhaber von mehligeren Sorten.  Aber auch  bei diesem passsen die Fotos der Bücher nicht dazu.  Dieser ist nämlich bei mir ziemlich rötlich, wird aber in den Sortenbüchern als gelb bis grün bezeichnet.  Leider gibt es heutzutage in Deutschland kaum noch kundige Pomologen, so daß eine richtige Bestimmung der Sorten  kaum noch möglich sein wird.  Selbst Herr Jonas kennt einige der alten Apfelbäume im Sossenheimer Unterfeld nicht.

27.02.2011

Marssonina juglandis (Antraknose)

Im November 1993 habe ich acht verschiedene veredelte hochstämmige Walnüsse gepflanzt.  Es handelt sich um 7 verschiedene Sorten, um die Bestäubung zu sichern.  Diese Bäume befinden sich in einer Senke neben einem höhergelegenen Weg, so daß der extrem empfindliche Walnußaustrieb potentiell von Spätfrösten gefährdet war und ist.  Diese Walnüsse stehen ca. 200 m von einer vielbefahrenen Autobahn entfernt, denn ich wollte in der Nähe der Autobahnabgase kein Kern- oder Steinobst anplanzen. Obwohl die Walnüsse nicht weit von einem Sumpfgelände mit Seggenried sind und eigentlich eher auf Juglans nigra stehen müßten, wachsen sie sehr gut auf Juglans regia.

In den letzten Jahren hat sich Marssonina zu einem echten Problem entwickelt, gerade aber im letzten Jahr.  Ich versuche deswegen versuchshalber eine Behebung vorzunehmen.  Dabei sind alle Aussagen ziemlich ungenau, weil die Aussagen in den Obstbaubüchern in verschiedener Hinsicht abweichen.  Die wenigsten Verluste hatte ich im letzten Jahr mit den Klonen Nr. 26 sowie 1497 aus Mark Brandenburg (Prießnitz).  In den Sortenbüchern heißt es, z. B. bei Friedrich König:  „Geisenheim 26 ist wegen ihres späten Austriebs relativ wenig spätfrostgefährdet.“  Ob Nr. 1497 eigentlich 1247 ist, muß ich noch einmal anhand der Lieferung der Baumschule Bartsch überprüfen.

Jedenfalls werden Nr. 26 und 1497 (1247) relativ früh reif und leiden am wenigsten unter Marssonina.  Am schlimmsten leiden Nr. 120, Weinsberg 1 und Esterhazy, von denen fast die gesamten Nüsse schwarz wurden.  Eine geringe Ernte wurde auch bei Nr. 139 erzielt.  Die wohlschmeckendsten Nüsse sind nach meinem Geschmack 26, 1497 (1247), Esterhazy, da sie sehr viel Fett enthalten.  Allerdings sind die Nüsse beim Knacken durch Bruch gefährdet.  Hingegen schmecken die Nüsse von 139 und Weisberg 1 eher trocken, brechen allerdings nicht, da die Schale größer ist als der Kern.

In den letzten zwei Wochen habe ich nun trotz großer Kälte das gesamte Laub sowie die schwarzen Nüsse zusammengelesen und ein wenig entfernt;  denn Adalbert Griegel „Mein gesunder Obstgarten“ sagt, das würde helfen.  Auch die schwarzen Schalen, die nur bei Weinsberg 1, Klon 139, 120 zahlreich an den Spitzen hängengeblieben sind, entfernt.  Ich bin nun gespannt, ob sich die Mühe gelohnt hat.  Es ist nur ein Versuch.  Falls es nicht hiflt, werde ich im Mai/Juni versuchen die Bäume mit meinem 86jährigen Freund Leonhard Jonas mit Funguran zu spritzen.

12.03.2011

Heute habe ich meine Pfirsiche mit Funguran gespritzt.  Bisher war es kaum möglich wegen des starken Winds, den ich nicht einatmen wollte.

Dabei habe ich festgestellt, daß meine Leiter, die seit Monaten an einem Obstbaum mit einem schweren Panzerschloß  angeschlossen war, gestohlen worden ist.  Das Panzerschloß aus China ist zwar enorm dick,  war auch preiswert, aber möglicherweise ist der Schlüssel zu häufig vorhanden;  denn das Schloß war auch weg.   Die Diebe sind über die neu von der Stadt eingerichtete Straße für die Ersatzretentionsfläche gekommen.  Innerhalb eines Jahres hatte ich bzw. die Erbengemeinschaft folgende Schäden zu verzeichnen durch Diebe und Vandalen:

Niederwalzen einer vierjährigen veredelten Walnuß durch eine Straßenwalze.
Diebstahl von ca. 40 m Maschendraht des Zauns bei dem streibefangenen Eßkastaniengrundstück.
Einbruch durch Diebe bei dem Allgemeinarzt Dr. Clemens Hahn, Kosten ca. 5000 Euro.
Diebstahl meines Autos, wie Ende September des vergangenen Jahres in meinem Forum berichtet.  Kosten ca. 1000 Euro.
Diebstahl meiner Leiter.  Kosten ca. 200 Euro.

Also Kosten insgeamt ca. 6500 Euro.

Bei zwei unserer Mieter, Herr  B. und Frau Ö.,  wurde ein Einbruch unternommen bzw. versucht.

An der zunehmenden Anzahl von Straftaten sind meiner Meinung nach auch einige Herren aus dem Staatssektor mitverantwortlich:

Der Verwaltungsrichter Fetzer, der Magistratsdirektor Christian Schmidt vom Rechtsamt der Stadt Frankfurt am Main, der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Fritz Küsters. Diese drei Herren unterstützen indirekt den Feldfrevel, in dem sie sich vehement gegen Einzäunungen stellen und damit den Diebstahl  in einem partiellen Lebensbereich des Privateigentums ermöglichen bzw. tolerieren, der sich dann aber immer weiter in der Gesellschaft ausbreitet.  Es gibt zahlreiche Menschen, die überall systematisch nach Diebstahlsmöglichkeiten  Ausschau halten, und die Kriminellen  können sich auf die Unterstützung dieser drei ehrenwerte beamtete Herren verlassen.

Die Polizei hat – bis auf das Auto – nichts  gemacht oder herausgefunden.

Da der Zustand unseres multikulturellen Staatswesens so beklagenswert ist, bleibt mir nichts anderes übrig als Mitglied eines Schützenvereins zu werden und die Jagd im Sossenheimer Unterfeld zu pachten.  Die Waffe bekomme ich sogar geschenkt!

31.03.2011

Nachlese:  Die Frostspanner waren dieses Jahr nicht so stark wie im vergangenen.  Ich war nur überrascht wie relativ viele auch auf den 8 Walnüssen waren, obwohl diese allein in einer Wiese liegen, und ich im vergangenen Jahr die meisten gefangen haben dürfte.

Seit Tagen bemühe ich darum die Brombeerhecke beim Schieberle-Grundstück, gegenüber Friedrich Schieberle, zu beseitigen.  Die Erbengemeinschaft Wilhelm Fay et alii hat dort seit Jahrzehnten das Grundstück nicht mehr gepflegt, so daß ich mit einem Generator sowie einer Heckenschere schon einmal ca. 30 m entfernt hatte.  Welch eine Arbeit.  Nachdem Herr L. mit der Fräse gearbeitet hat, sieht es ganz gut aus.  Ich muß nur halt weiterarbeiten.

Seit ca. einer Woche blühen die Schlehen und Aprikosen.  Bei den Walnüssen treiben die Klone 26 sowie 1247 wieder an der Spitze aus.  Die Birnen haben jetzt sehr große Blütenknospen, die aber noch nicht ausgetrieben sind.

Gestern und vorgestern habe ich 6 Bäume mit Christian eingepflanzt.  3 Eßkastanien aus Früchten, die ich 2005 in La Palma ausgelesen hatte.  Beim Ausgraben hat Christian den Spaten abgebrochen.  Zwei Sämlinge von Grahams Jubiläumsapfel wurden gepflanzt, die ich bei der Baumschule Heinrich in Bischofsheim gekauft hatte.  Ferner eine kleine Walnuß, die sich aus der Nuß des  riesengroßen Baumes von Frau Koppermann bei uns im Garten entwickelt hat.

Die beiden Apfelsämlinge habe ich mit der Omega-Schere auf der Champagner-Renette  veredelt, die mehr gepflanzt werden sollte.  Sie hat viel Ähnlichkeiten mit dem Delicious:  gelb, süß, haltbar.  Der reife Delicious schrumpelt allerdings relativ schnell ab Februar auf dem Normallager.

13.04.2011

Gestern und heute habe ich 33 Bäume mit Kalk bestrichen,  um einerseits den Obstbaumkrebs zu bekämpfen sowie die Obstmaden. Der Kalk kommt aus Bosnien und wird von einem lieben Helfer in eine Blechwanne mit Wasser gefüllt, so daß die Wanne sehr heißt wird.  Anschließend erhalte ich den gelöschten Kalk.  In den nächsten Tagen werden ich weitere Bäume kalken.