Das Gewaltmonopol des Staates ist partiell entfallen!

Mit dieser eMail-Korrespondenz möchte ich einmal illustrieren,  wie wenig  man vom Staat zu erwarten hat bei Straftaten.  Massenhafte Unmoral und Straftaten sind bei uns weitgehend eingerissen, werden aber meiner Meinung nach von den dafür verantwortlichen Staatsbediensteten als Geringfügigkeiten bagatellisiert (“de minimis lex non curat”).

Jesus sagt (Lukas 16, 10):   “Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu;  und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im   Großen unrecht.”  Damit wollte er sagen, daß es auf das Prinzip ankommt und nicht auf  die tatsächliche Höhe eines Betrags, d. h. das kleine Scherflein der armen Witwe im Opferstock ist höher zu bewerten als das sämtlicher Reichen (Markus 12, 43).  Diese Maxime wird bei uns hochgehalten, wenn eine Verkäuferin nach 35 Jahren Berufstätigkeit entlassen wird, weil sie einen Euro gestohlen hat.  Oder eine Altenpflegerin 6 Maultaschen, die sowieso weggeworfen werden sollen, von ihr gemäß dem Vaterunser (Matthäus 6, 11) “Unser täglich Brot gib uns heute” am Verderb hindern wollte. Dann kann man ihrem Arbeitgeber eben nicht zumuten, ihr weiterhin zu vertrauen, weil sie gefehlt hat.  Die Staatsbediensteten selbst handeln aber meiner Meinung nach bei uns nicht nach diesem Prinzip, sondern nach Utilitarismus und Bequemlichkeit.    Schlußfolgerung  ist also:  Da sie sich um das Geringste nicht kümmern, was ihre Aufgabe wäre,  sind sie höchstwahrscheinlich auch im Großen unrecht. (Man denke mal an das (angeblich kostenlose) Staatsbankett für Josef Ackermann im Bundeskanzleramt.  Entspricht das der Maxime:  one man one vote?)

Von den fürstlich besoldeten, arbeitsplatzsicheren Empfängern der ersten eMail hat natürlich keiner geantwortet.

Wer sich an unsere Beamten wendet, könnte in vielen Fällen genausogut einem Ochsen ins Horn petzen.

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From: Jürgen Kremser To: Schmidt, Christian Cc: Wichert, Klaus ; Küsters, Fritz ; Budde, Gerhard ; henning.brandt@stadt-frankfurt.de Sent: Friday, March 26, 2010 2:04 PM Subject: Fw: Strafanzeige: umfahren einer veredelten Walnuß in Frankfurt-Sossenheim mit einer Walze

Betr.:  Vandalismus und Diebstahl im Sossenheimer Unterfeld

Sehr geehrter Herr Schmidt,

wie Sie den beiliegenden Mails entnehmen können, ist nach mehr als drei Monaten noch nicht einmal das Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft in meiner Strafanzeige bekannt.

Das Gewaltmonopol des Staates ist in einigen Bereichen, insbesondere dem Sossenheimer Unterfeld,  völlig weggefallen.

Ich bitte Sie deswegen als einem Beamten, Oberregierungsrat (A14) und als Jurist des Rechtsamts der Staat Frankfurt am Main, dazu beizutragen, daß sich die Verhältnisse bessern.

Hochachtungsvoll,

Jürgen Kremser

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From: Karl-Heinz.Reichert@polizei.hessen.de To: j@kremser.info Sent: Friday, March 26, 2010 11:40 AM Subject: AW: Strafanzeige: umfahren einer veredelten Walnuß in Frankfurt-Sossenheim mit einer Walze
Sehr geehrter Herr Kremser, leider ist ein Aktenzeichen der Staatsanwaltschaft noch nicht bekannt. Die Ermittlungsakte ist dort vorgelegt, über das Ergebnisse kann ich Sie nicht informieren.   Gruß   Karl-Heinz Reichert


Von: Jürgen Kremser [j@kremser.info]
Gesendet: Donnerstag, 25. März 2010 09:44
An: REICHERT, KARL-HEINZ
Betreff: Re: Strafanzeige: umfahren einer veredelten Walnuß in Frankfurt-Sossenheim mit einer Walze

25.03.2010   Sehr geehrter Herr Reichert,   bitte teilen Sie mir mit, was sich bisher in der unten bezeichneten Strafanzeige getan hat.  Wie ist der Stand der Ermittlungen?   Gruß,   Jürgen  Kremser

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From: Karl-Heinz.Reichert@polizei.hessen.de To: j@kremser.info Sent: Thursday, February 04, 2010 9:19 AM Subject: AW: Strafanzeige: umfahren einer veredelten Walnuß in Frankfurt-Sossenheim mit einer Walze
Sehr geehrter Herr Kremser, bezugnehmend auf Ihre Nachfrage beim Kollegen Hahn möchte ich mitteilen, dass die Ermittlungen noch laufen und daher bis jetzt nur die hier geführte ST/1464121/2009 als Aktenzeichen bekannt ist. Da an Objekten Spuren gesichert und zwecks Auswertung versandt wurden, steht ein Ergebnis noch aus. Falls dies länger dauern sollte, wird der Vorgang vorab an die STA Ffm. gesandt, wo Sie dann eine gesonderte Nachricht erhalten.   Ich hoffe Ihnen mit dieser Auskunft weitergeholfen zu  haben und verbleibe mit den besten Grüßen   Karl-Heinz Reichert Sachbearbeiter


Von: Jürgen Kremser [j@kremser.info]
Gesendet: Dienstag, 15. Dezember 2009 12:39
An: REICHERT, KARL-HEINZ
Cc: Joe Wagner; joachim.wagner@stadt-frankfurt.de
Betreff: Strafanzeige: umfahren einer veredelten Walnuß in Frankfurt-Sossenheim mit einer Walze15.12.2009

Sehr geehrter Herr Reichert,   beiliegend erhalten Sie meinen Bericht zu dem obigen Sachverhalt an den Generalunternehmer der Helaba für den Bau der Flutmulde.   Durch die Walze wurde bei mir eine veredelte Walnuß überfahren, die ca. 4 Jahre alt war.  Den Schaden schätze ich auf ca. 500 Euro, und zwar 300 Euro für eine vierjährige veredelte Walnuß als ballierte Ware oder im Container sowie 200 Euro für Besorgung und Pflanzung durch ein Fachunternehmen.

Mit bestem Dank für Ihre Mühewaltung,

Jürgen Kremser

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From: Jürgen Kremser To: Erbenich Dr., Ansgar Cc: Joe Wagner Sent: Friday, December 11, 2009 4:04 PM Subject: Flutmulde in Sossenheim
11.12.2009

Sehr geehrter Herr Dr. Erbenich,   leider muß ich mich noch einmal bei Ihnen melden.

1.)  Als ich mich heute um die Mulchdecke meiner Obstbäume in Flur 39, Flurstück 33,  gekümmert habe, mußte ich feststellen, daß eine Walnuß umgefahren worden war.  Ferner ein jüngerer Obstbaum bei dem Pächter des benachbarten städtischen Grundstücks, des Herr Wagner.  Die Bauarbeiter machten dort einen Spaziergang und teilten mit, daß ein unbefugter Vandalist in der Nacht vom Freitag auf Samstag ihre Walze entwendet hatte, durch die Brombeerhecke über die Obstanlage fuhr und dann jenseits des Feldes eine Gartenhütte zerstörte.  (Vielleicht handelt es sich um eine Abneigung gegen private Nutzen von Gärten in der Zone II.)  Der Vandalist fuhr dann zurück und machte Schäden an der Walze von ca. 10000 Euro.  Die Straftat wurde von der Polizei aufgenommen.   Ich würde gerne wissen, wer für den Schaden auf meinem Grundstück schadenersatzpflichtig ist und die Ersatzpflanzung der Walnuß übernimmt, und zwar möglichst ballierte Ware.  Die Pflanzung müßte im kommenden Februar/März erfolgen.  Es wäre mir lieb, wenn Sie als Generalunternehmer die Sache übernehmen würden, da der Bauunternehmer nicht mein Ansprechpartner ist.  Sie könnten Ihre Forderung dann eventuell an die Berufshaftpflicht des Unternehmers weiterleiten.

2.)  Nachdem noch einmal grobkörnige Steine auf der Schotterstraße aufgebracht wurde, wurde die Grenzlinie und die darauf befindlichen Grenzsteine zugeschüttet.  Ich habe die Befürchtung, daß nach dem Abschluß der Baumaßnahme, wenn die Steine wieder abgetragen werden, einer meiner Grenzsteine mitentfernt wird.  Sollte ich die Grenzsteine nicht mehr finden können, würde ich mich dann noch einmal bei Ihnen melden.

Schönes Wochenende und gute Adventszeit,

Jürgen Kremser