Aphorismen – Erkenntnisse III

13.12.2015

Die Flüchtlingskrise war die von Schäuble als notwendig erachtete Krise, die zur endgültigen Festigung und Schaffung der EU erforderlich war. Das Ziel der vorsätzlich herbeigeführten Flüchtlingsinvasion war der Allgemeinheit die Notwendigkeit eines Schutzes der Außengrenze der EU vorzuführen, diese aufzubauen und gleichzeitig die Innengrenzen der europäischen Nationalstaaten einzureißen. Damit wird das Ziel der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa erreicht, und die Flüchtlinge können wieder mit äußerster Härte an den Außengrenzen der EU abgewiesen werden, sehr zur Befriedigung der zuvor von Angela Merkel brutal verarschten Deutschen bzw. Europäer. Vgl.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/12/12/merkel-will-fluechtlings-krise-zur-abschaffung-der-staatsgrenzen-nutzen/

 

Damit erklärt sich das unverständliche Verhalten von Frau Merkel sowie fast aller politischer Parteien, die gegen jede Vernunft eine unbeschränkte Anzahl von Moslems bei uns aufnehmen wollen.

Das vorstehende ist auch enthalten als Kommentar Nr. 34 in:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/60598-akif-pirincci-jetzt-spricht-sein-rechtsanwalt

 

24.11.2015

Heute wurde Rußland erneut schwer provoziert, weil eines seiner Flugzeuge beim Kampf gegen den IS über syrischem Luftraum abgeschossen wurde.

https://www.rt.com/news/323264-turkish-f16-fighter-shot-Su24/

“The Russian Su24 military jet was shot down by a Turkish F-16 over Syrian territory when returning to Khmeimim airbase. There was no violation of the Turkish border, the Russian Defense Ministry says.”

Putin nannte dies einen Dolchstoß der Komplizen des IS, womit die Türkei gemeint sein dürfte .  „Dieses tragische Ereignis wird schwerwiegende  Auswirkungen auf die russisch-türkischen Beziehungen haben.“

Nachdem uns die Amis und die Türken über ein Jahr verarscht haben, indem sie behaupteten gegen den IS zu kämpfen, haben sie heute erneut bewiesen, dass sie tatsächlich ihrem Verbündeten IS helfen wollen, den Tod oder die grausame Marterung der russischen Piloten in Kauf nehmend.  (Einer der Piloten wurde in seinem Rettungschirm von den IS-Kämpfern bereits getötet.)

Die Russen wurden erst vor einigen Tagen provoziert, als durch einen weiteren Terrorakt die Strommasten zur Krim über die Ukraine gesprengt wurden.

Der Gleichmut der Russen gegenüber diesen Provokationen ist wirklich erstaunlich, fast eine „abnegatione christiana“ bzw. christliche Selbstverleugnung.  Wie der Diabolos.-Rundfunk heute schon fast triumphierend meinte, wird dies – wie erwünscht – eine internationale Zusammenarbeit gegen den IS unterbinden.

Ich wünschte Bethmann Hollweg hätte gegenüber ähnlichen Provokationen 1914 mehr kaltes Blut besessen, anstatt noch idiotischerweise Kriegserklärungen von sich zu geben.
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Heute wurden wir ferner verarscht, weil der Diabolos-Rundfunk behauptete, man habe in Paris einen Sprengstoffgürtel des IS in einer Mülltonne gefunden, glücklicherweise ohne Zünder.  Dass man so etwas findet, schätze ich, hat eine Wahrscheinlichkeit von Tausend zu Eins;  denn warum sollte der Sprengstoffgürtel nach mehr als einer Woche nicht von weiterem Müll überdeckt worden sein?  Und warum hat der IS voller Rücksicht den Zünder entfernt?  Wieso findet man auch zufällig in der Nähe ein Handy des Hauptverdächtigen, des 26-jährige Salah Abdeslam?  Mein früherer Professor Gerhard G. hätte dazu gesagt:  „Herr Kremser, das ist nicht denkunmöglich“.  Aber eben nicht wahrscheinlich.

Die Terrorstufe 1 in Brüssel ist ganz unverständlich.  Denn auf der Flucht – und ohne Organisation – kann der Abdeslam natürlich keine groß angelegten Terrorakte durchführen.  Die Lähmung des Straßenverkehrs in Brüssel hat nur die Aufgabe, der Bevölkerung vorzuspiegeln, die Beamten und Politiker wären aktiv dabei, um sie zu schützen.  Dabei hat dieser Personenkreis Europa die allergrößte Gefahr ausgesetzt, nachdem er in Absprache mit der Türkei eine Völkerwanderung nach Europa losgetreten hat.

23.11.2015

Bürgerkriege scheinen immer vom Geld entschieden zu werden.  Wir sind zu wenig informiert, wie die Oktoberrevolution ab 1917 abgelaufen ist, woher das Geld kam.  Die Prinzessin Sinaida Schakowskoy, Meine Jugend in Rußland, München 1965, S. 288, gibt uns jedoch aus Charkow einen Hinweis:

„Ich sah Trotzki die Front der Truppen abschreiten, die zu beiden Seiten des Gehsteigs aufgestellt waren.  Man sagt, er sei gut zu Pferde gesessen, aber das war nicht mein Eindruck.  Sein kurzsichtiges Intellektuellengesicht, seine Hakennase, sein krummer Rücken stießen mich ab.  Daß er die Truppen, die er zum Kampf gegen die russischen Patrioten anfeuerte, die typischen Züge von Letten und Chinesen trugen, erfüllte mich mit Wut und Scham.“

Rotgardisten schleiften zur Abschreckung einen Kubankosaken der Weißen auf einer Droschka durch die Straßen von Charkow.   Trotzkis Rotgardisten wurden aber aus Charkow vertrieben.

Die fast 13jährige Schakowskoy wollte als Pfadfinderin das Lager der Roten plündern.  „Wir gingen in das Lagerhaus.  Überall häuften sich die Uniformen zu Hunderten.  Fein säuberlich in Reih und Glied lagen Feldflaschen und Eßgeschirr.  Da wir bescheidene Plünderer waren, nahmen wir nur je eine Feldflasche und ein Eßgeschirr.  Dann suchten wir nach Koppeln und fanden sie ebenfalls.  Zu seinem Erstaunen stellt Garry fest, daß sie englischer Fabrikation (!!!) waren.

10.11.2015

Gestern berichtete Stefan Pinnow im HR über Mallorca aus der Serie “wunderschön!” Es handelte sich um eine Wiederholung des WDR vom Mai 2014.  Es ist ganz typisch, dass Pinnow jeden neuen Menschen, den er kennenlernt, automatisch duzt und mit dem Vornamen anredet.  (So ähnlich wie neulich der komische Typ, der mit dem Fahrrad durch die Alpen an den Garda-See fuhr und eine Frau duzte, mit der er ein trauriges Gespräch über ihre verstorbene Mutter am Friedhof führte.)  Herr Pinnow traf sich mit einem ihm völlig unbekannten deutschen Geschäftsmann namens “Frank” an einer Eisdiele in Soller, der Behinderte als Orangen-Marmeladen-Arbeiter beschäftigt.  Diesen ihm völlig unbekannten Menschen, sprach er selbstverständlich und ganz peinlich mit “du” an und seinem Vornamen.

Der Versuch des Diabolos-Rundfunks uns mit Gewalt zu amerikanisieren, hat hier jedoch meiner Meinung nach ein Problem.  Das englische “you” ist eigentlicfh nicht unser “du”, sondern unser “ihr” bzw “ye”.  Die zweite Person Singular “thou” (du) und “thee” (dich), d. h. unser “du”, aus der King-James-Bibel sind entfallen.  “Don’t thee and thou me”, bedeutet dass man gerade nicht vertraulich angesprochen werden will, wie es Herr Pinnow und Konsorten machen, sondern mit der zweiten Person Plural “you” bzw. “ye”.

08.11.2015

Wie ich schon mehrfach sagte, Putin ist der russische Bismarck, weil er sehr kluge Realpolitik macht.  Bismarck hat das Deutsche Reich gegen den erbitterterten Widerstand seiner Nachbarn geschaffen:  Gegen das mißgünstige Albion, das besorgte Frankreich, gegen das grollende Österreich, Rußland auf Kosten Polens gemeinsam befriedigt.  Putin ist es jetzt gelungen, gegen eine erbitterte Allianz von Geheimbünden und Finanzleuten Rußland eine respektable internationale Rolle zu erringern durch Klugheit und Festigkeit.

Martin McCauley:

https://www.rt.com/op-edge/320913-putin-forbes-powerful-people/

“Bismarck created ‘Realpolitik’ which means pursuing your sovereign interests, your national interest without concern for morals and ethics. Therefore, they see him as worse than Bismarck. He is a realpolitik and [the Western world] hoped that Realpolitik should be in the past. And because of this they have very negative views. They say: “He breaks international law”. He says: “It is your law, we don’t recognize that law and we are acting according to certain precepts.”

The number one precept is national sovereignty: we must protect our state – Russia must be protected from the outside world. We see the outside world – the US, European Union societies – as decadent. We don’t wish to join them. We want to be separate from them, and so on. And many people respect that – it is a different vision and a different view. Many people disagree with it, but they accept it.“

Historian Eric Hobsbawm, in his book, The Age of Empire: 1875–1914, noted that Bismarck “remained undisputed world champion at the game of multilateral diplomatic chess for almost twenty years after 1871 [and] devoted himself exclusively, and successfully, to maintaining peace between the powers.”

07.11.2015

Als Gorbatschow 1989 riskierte, dass das Sowjetimperium zerfiel, waren wir alle sehr froh, vergaßen jedoch dabei, dass die Amerikaner jetzt die unipolare Welt bildeten, und ihre Hegemonie nun auch gnadenlos gegenüber den Russen, unseren Nachbarn, ausnutzen würden, um die Russen endgültig in die Underdog-Rolle zu zwingen.

Sollte es Gorbatschow aufrichtig um menschliche Ideale gegangen sein, dann hat er jedenfalls übersehen, dass niemand von uns machtfrei leben kann, sondern für uns das Prinzip gilt:  Amboß oder Hammer sein.

Das wird  auch im Melierdialog thematisiert.

Die Athener sagten den unterlegenen Meliern in dem Melierdialog (Thukydides, Buch 5, Kapitel 104-105, übersetzt von Georg Peter Landmann, dtv 1973), dass sie über sie herrschen wollen, weil dies ein Naturgesetz sei:

„[104] Die Melier.  Schwer dünkt es allerdings auch uns, wißt wohl, gegen eure Macht und das Schicksal, wenn es so ungleich steht, anzukämpfen.  Dennoch trauen wir, dass das Geschick uns um der Gottheit willen nicht benachteiligt, weil wir rein und gegen Ungerechte stehn, …

[105] Die Athener.  Je nun, an der Gunst der Götter soll es, denken wir, auch uns nicht fehlen.  Denn nichts, was wir fordern oder tun, widerspricht der Menschen Meinung von der Gottheit und Gesinnung gegeneinander.  Wir glauben nämlich, vermutungsweise, dass das Göttliche, ganz gewiß aber, dass alles Menschenwesen allezeit nach dem Zwang seiner Natur, soweit es Macht hat, herrscht.  Wir haben dies Gesetz weder gegeben noch ein vorgegebenes zuerst befolgt, als gültig übernahmen wir es, und zur ewigen Geltung werden wir es hinterlassen, und wenn wir uns daran halten, so wissen wir, dass auch ihr und jeder, der zur selben Macht wie wir gelangt, ebenso handeln würde.  Vor den Göttern brauchen wir also darum nach der Wahrscheinlichkeit keinen Nachteil zu befürchten.“

Goethe:

Amboß oder Hammer sein.

http://www.textlog.de/18435.html

Geh’! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein!
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein.
Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.