ab9) Visumfreiheit der Türken

05.04.2016

Ein armer Irrer, vermutlich Österreicher, namens Gerald Knaus sitzt neben dem Rumili Hissar und berühmt sich mit Hilfe plutokratischer Subsidien ganz Europa zu türkisieren, was sämtliche türkischen Sultane nicht geschafft haben.

Rumelien, das Land der Griechen bzw. der Romäer, ist der europäische Teil der Türkei, wo 1452 von Mohammed II. das Rumeli Hissar erbaut wurde, gegenüber das Anadoli Hissar, zur Eroberung Konstantinopels.  Als der Bau 1452 begann, verließ der klügere Teil Konstantinopel in Richtung Westen und löste dort durch die ungeheure mitgebrachte Menge Literatur der Alten den Humanismus in Europa aus.

Bei der Eroberung Konstantinopels am 29. Mai 1453 half ein „christlicher“ (griechischer?)  Kanonengießer, der Urban, Kanonen zu gießen und die großen 550 kg großen Kugeln auf das Tor des Heiligen Romanus zu schießen.

In ähnlicher Weise betätigt sich jetzt der Apostat Gerald Knaus samt seiner Gefolgschaft in Berlin durch die Visumfreiheit den Türken den Weg nach Europa freizuschießen.

Die Kriegsruf der Türken 1453 war „Istanbul“, d. h. „hinein in die Stadt“, und die Erdogans heute „hinein nach Deutschland“, wo in den letzten Jahrzehnten schon genügend türkische Unterstützungsposten für den großen Einmarsch aufgebaut wurden.  Das Ende Deutschlands wurde jetzt eingeleitet.

Im Brockhaus von 1894 hatte die türkische Stadt Bursa (damals Brussa) 40.000 Einwohner, 1960 153.866 und 2014 2.787.539, d. h. die Einwohnerzahl hat sich in 120 Jahren versiebzigfacht!

https://de.wikipedia.org/wiki/Bursa

Bei diesem Bevölkerungsdruck kommt es Erdogan nicht darauf an, in die EU zu kommen, mit der Visumfreiheit ist er sowieso endgültig drin.

Hier ein wichtiger Artikel zu Gerald Knaus, nicht zu verwechseln mit der Slowenin  Melania Knaus, der Ehegattin von Donald Trump:

National-Zeitung

Nr. 13 I 66. Jahrgang, 25. März 2016

HINTERGRUND

Der Mann hinter Merkels Türkei-Plan

Gerald Knaus und seine Denkfabrik forcieren seit Jahren einen EU-Beitritt Ankaras

Schon vor vier Wochen fragte die „Mainpost”: „Ist dieser Mann Angela Merkels Rettung?” Und „The Huffington Post” nannte ihn am Donnerstag, 17. März, basierend auf einem Interview mit der „Welt” „Merkels Einflüsterer”, „der Mann, der ihre Flüchtlingspolitik entwarf”. Der Referenzbeitrag in der „Welt” (vom 16. März) leitete das Interview so ein: „Gerald Knaus vom Thinktank ESI hat die Blaupause für Merkels Asylpolitik erarbeitet: enge Kooperation mit der Türkei und Flüchtlingskontingente.” Im Gespräch erläutert Knaus, dass Merkel schon im Oktober bei Anne Will die Grundzüge des Plans, der vergangene Woche wieder konkret verhandelt wurde, vorgestellt habe. Auch Steinmeier und Gabriel seien, was die Kontingente betrifft, auf den Zug aufgesprungen. „Deutschland hat vieles früh erkannt. Man hat aber den Fehler gemacht, sich bei der Umsetzung zu sehr auf die Kommission zu verlassen. Deutschland hätte es früher in die eigene Hand nehmen müssen.”

Merkel gegen Europa

Im Klartext: Weniger Europa, mehr Eigeninitiative, weg von der „europäischen Lösung” hin zu einer deutschen.  Deutschland und eine „Koalition der Willigen” (der Begriff stammt in diesem Zusammenhang von Knaus) hätten es also besser wissen sollen als alle anderen. Die verpasste Chance ist nun in die Schließung der Balkanroute gemündet, außenpolitisch hat Merkel die Bundesrepublik isoliert. Sie stehe nun gegen den „Orban-Flügel, der Zäune baut”. An anderer Stelle behauptet er, diese Länder würden das Asylrecht am liebsten ganz abschaffen.

Eine frühere Durchsetzung der Kontingente hätte für mehr Akzeptanz gesorgt. „Ich denke, dass auch Schweden und Österreich auf unserer Seite gewesen wären. Leider geriet der Prozess im vergangenen Jahr aber außer Kontrolle. Wir hatten keine Ahnung, wer in unser Land kommt. Das hat Ängste befeuert.” Die „Welt” wirft ein, dass ein Politiker im vergangenen Sommer mit der konkreten Nennung von 500.000 Asylbewerbern – Stichwort Obergrenze – auf Empörung gestoßen wäre. Knaus hat darum den Politikern in den vergangenen Monaten empfohlen: „Nennt keine Gesamtzahl für Kontingente aus der Türkei. Sprecht lieber von einem täglichen Kontingent von ein paar Hundert Personen.” Die „Huffington Post” interpretiert das so: Er empfehle Politikern, die Anzahl der Migranten „in den Kontingenten so auszudrücken, dass sie weniger bedrohlich wirken”. Ein paar Hundert Personen meint in dem Fall aber die äußerst mögliche Zahl von 900 am Tag, das lässt Knaus in der „Mainpost” wissen. Knapp 350.000 Migranten im Jahr hält Knaus für verkraftbar, auch wenn er zugibt, dass ein Ende „zunächst nicht absehbar” ist.
Der gewaltige Migrationszuwachs von 2015 hat in Knaus’ Augen zwei konkrete Gründe: Die Katastrophe in Syrien und die „Tatsache, dass es vom Land mit den meisten syrischen Flüchtlingen ein Leichtes ist, nach Europa zu kommen”. Merkels sture Willkommensgesten, ihr Hinweggehen über Recht und Gesetz ohne selbst parlamentarischen Rückhalt blendet er aus.

Visa-Liberalisierung

Das Geld für die Türkei sei kein „schmutziger Deal”, verteidigt er den Plan. Es käme den dortigen Flüchtlingen zugute. Außerdem ginge es Ankara nicht nur ums Geld und damit ist des Pudels Kern entlarvt: „Die Türkei wird sich nur wirklich anstrengen, wenn sie fest davon ausgeht, dass die Visa-Liberalisierung kommt.”

Bereits im Jahr 2012 hatte Knaus einen Artikel in der „Süddeutschen Zeitung” veröffentlicht, der genau das – ohne Migrationskrise – forderte. Unter der Überschrift „Ein Fahrplan für die Reisefreiheit” hielt er damals fest: „Die Visum-Pflicht der Europäischen Union für Bürger der Türkei ist Unsinn. Sie sollte endlich fallen.” Das Land sei schließlich „mit der EU durch eine Zollunion und durch die Beitrittsverhandlungen auf das engste verbunden”.

Bestens vernetzt

„Die Zeit” brachte 2006 ein größeres Porträt über Knaus („Einer, der auszog, Europa zu verstehen”). „Mit seinen Expertisen fegt er quer durch ein grenzenloses Europa, einen Kontinent, den er mit einer ’Denkfabrik neuer Art’ erschließen will. Dazu hat er an einem Ort, der heute noch ein Außenposten ist, sein Hauptquartier aufgeschlagen: in der Türkei. Rumeli Hisari, wo der [damals] 36-Jährige mit Frau und drei kleinen Töchtern lebt, war vor wenigen Jahren noch ein Dorf. Heute ist es ein Vorort von Istanbul, malerisch über dem Bosporus gelegen.” Die Kinder gingen dort nicht auf eine vornehme ausländische Einrichtung, sondern besuchten den ganz normalen türkischen Kindergarten. „Fließend türkisch zu sprechen, wird ihnen nützen‚ wenn die Türkei dereinst ein wichtiger Teil der Europäischen Union geworden ist”, schreibt die „Zeit”.

Seine Denkfabrik heißt „Europäische Stabilitätsinitiative”. Der Oxford-Absolvent Knaus, Sohn eines Eisenbahners aus dem Salzburger Land und eines Waisenkinds, das aus dem ausgebombten Berlin 1945 von Bergbauern in Vorarlberg adoptiert wurde, gründete das Institut 1999, infolge des Bosnienkriegs, mit Freunden, „alle Experten aus dem Dunstkreis von NGOs, Weltbank, UN und OSZE”. Kaum waren erste Analysen erschienen, so die „Zeit” weiter, „kam ein Anruf aus Washington”. Büros unterhält die ESI nun in Berlin, Brüssel, Wien und Istanbul. Ihr Rat werde überall geschätzt. 2003 spielte sie nach Angaben der „Zeit” eine wichtige Rolle bei den Beitrittsverhandlungen zwischen Makedonien und der EU. Auf der Netzseite zitiert die ESI den US-Investmentmanager George Soros: „Ich unterstütze zudem den der European Stability Initiative, die Staaten des Westlichen Balkans nicht von dem neuen und integrierten Europa auszuschließen. ESI argumentiert, dass die existierenden politischen Steuerungsinstrumente für den Balkan reformiert werden müssen, um den sozialen und ökonomischen Zusammenhalt der Region zu sichern. [...] Aus diesem Grund fordere ich diesen umfassenden Ansatz zu einem Hauptinstrument auf dem Westlichen Balkan zu machen und zudem Mittel bereit zu stellen, um zu verhindern, dass sich die Lücke zwischen EU-Anwärtern, wie Rumänien und Bulgarien, und den Ländern des Westlichen Balkans weiter vertieft.”

Finanziert wird die bestens vernetzte Denkfabrik (Knaus war auch Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations) projektbezogen, nach aktuellem Stand von der „Swedish International Development Cooperation Agency”, „Stiftung Mercator”, „Foundation to promote Open Society”, „ERSTE Stiftung”. In der Vergangenheit gehörten auch schon das Auswärtige Amt, die Robert Bosch Stiftung und die Rockefeller-Stiftung zu den Geldgebern.

Autor:  AW

Über den Autor (About the Author):

Gerald Knaus bloggt unter dem Namen„Rumeli Observer”. Rumeli Hisari („Rumelische Festung”) ist zum einen sein Wohnort in Istanbul, mit Rumelien bezeichneten die Türken zum anderen den auf der Balkanhalbinsel gelegenen europäischen Teil des Osmanischen Reiches. Auch bei Twitter ist Knaus unter diesem Namen unterwegs. Hier verbreitete er vergangene Woche unter anderem Meldungen von „Moving Europe” über den vom „Kommando Norbert BIüm” in Gang gesetzten Marsch aus dem Lager Idomeni, dessen Hintergründe nicht nur auf dem FAZ-Blog („Wie man in Idomeni eine humanitäre Katastrophe inszeniert”) kritisch unter die Lupe genommen wurde.

Das Rumeli Hissar bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rumeli_Hisar%C4%B1

Vgl. auch http://www.peterhug.ch/lexikon/rumelihissar

Rumeli Hisarı („Rumelische Festung“; osmanisch بوغاز کسن Boğaz-kesen, „Abschneider der Meerenge, Halsabschneider“) ist eine osmanische Festungsanlage auf der europäischen Seite des Bosporus im Istanbuler Stadtteil Sarıyer gegenüber dem Anadolu Hisarı, die ein Museum beherbergt. Jeden Sommer finden dort Konzerte berühmter türkischer Musiker statt.

Sultan Mehmed II. ließ die Anlage 1452 im Zuge der Vorbereitungen für die Belagerung Konstantinopels,[1] neun Monate vor der Eroberung, an der schmalsten Stelle des Bosporus, errichten. Die Meerenge ist hier nur 700 m breit. In nur vier Monaten errichteten 3000 Osmanen die Festung.