ac3) Hinweise für Putin

19.01.2017

Hinweise für Putin: Ähnlichkeiten zwischen dem „westlichen“ Propagandakrieg gegen Rußland wegen der Unterstützung der Russen im Donbass sowie der Krim und dem Krieg 1939 gegen das Deutsche Reiche wegen seiner Unterstützung der Deutschen in Danzig und dem Korridor

Der russische Sender Russian Today (RT) ist stets darauf bedacht vor den Gefahren des nationalsozialistischen Gedankenguts bzw. Ideologie in Deutschland zu warnen, wobei sich die „Nazis“ in der Ukraine sogar zur Regierungsbeteiligung aufgeschwungen haben sollen.  So ist RT beunruhigt, dass nach 70jährigem Verbot des zeitgeschichtlich-historischen Buchs von Hitler, Mein Kampf, die mit zahlreichen anti-nationalsozialistischen Kommentaren versehene Neuauflage reißenden Absatz findet.  Oder dass das Bundesverfassungsgericht die NPD, die hauptsächlich vom Verfassungsschutz finanziert werden dürfte, doch nicht verboten wurde.

Wladimir Putin dürfte auch familiäre Gründe für Aggressionen gegen die „Nazis“ haben;  denn sein älterer Bruder kam bei der Belagerung von Leningrad, heute wieder St. Petersburg, durch die deutsche Wehrmacht um.

Dabei sind die Parallelen zwischen ihm und Hitler gar nicht zu übersehen, weil beide sich für die Angehörigen ihres Volkes einsetzen wollten, dabei bestehende Grenzen ändern wollten und auf den erbitterten Widerstand der „westlichen“ Geheimloge stieß, die aus geopolitischen Gründen in beiden Fällen die Unverletzlichkeit der willkürlich gesetzten Grenzen verteidigte und den Konflikt Schritt für Schritt steigerte.  Der „Westen“ verweigerte sowohl Hitler als auch Putin das Selbstbestimmungsrecht der  Völker, auf das sie sich wegen der Änderung bestehender dubioser Grenzen beriefen.

Bereits im Jahre 1922 hatte John Kenneth Turner zum Ersten Weltkrieg gefragt: „Shall it be again?“, („Wird es so seinen Krieg wiedergeben?“), New York 1922 ?

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Turner-Shall-it-be-Again-warning-for-the-next-war-1922.pdf

und man muß leider sagen:  Ja, es gab weitere derartige Kriege, z. B. den Zweiten Weltkrieg, den Jugoslawien-Krieg  und jetzt den Krieg in der Ukraine.

Kaiser Wilhelm II. berief sich auf Turner und führte aus, dass geopolitsche Ziele die USA in den Ersten Weltkrieg führten und nicht der deutsche U-Boot-Krieg:

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Wilhelm_II_1922.pdf

Hitler ging es zunächst nur um die deutsche Stadt Danzig und den von zahlreichen deutschen Städten besiedelten Korridor, dem vorherigen Westpreußen, das aus geopolitischen Gründen durch den Vertrag von Versailles vom Deutschen Reich abgerissen worden war.  Er wollte nur das deutsche Ostpreußen wieder mit dem restlichen Deutschland vereinigen.  Aber England und Frankreich wiegelten Polen auf, sich jeder Verhandlung zu widersetzen, so dass es zum Krieg kam, der dann durch diplomatische Aktivitäten Englands immer mehr Länder hineinzog, zuletzt auch die Sowjetunion und die USA.  Leider wird in unserem Geschichtsunterricht und Fernsehen die lateinische Maxime nicht beherzigt:  „Audiatur et altera pars!“  „Man hört auch die Gegenseite!“  Deswegen hier die Darstellung eines Zeitzeugen, eines Professors für Völkerrecht, der 1942 verstorben ist:

Deutschlands Außenpolitik 1933 – 1941

von

Axel Freiherrn von Freytagh-Loringhoven

Preußischer Staatsrat, Mitglied des Reichstags
Professor der Rechte zu Breslau

http://gruenguertel.kremser.info/wp-content/uploads/Freitagh-Loringhoven.pdf

Er schreibt in seinem Resümee:

“Deutschland hatte diesen Krieg nicht gewollt. Was es wollte, war die Heimkehr Danzigs in das Reich und die Befreiung der unter polnischer Willkür schmachtenden Volksgenossen auf dem Wege einer friedlichen Auseinandersetzung mit Polen. Das bewiesen die Vorschläge, die es noch am 30. August 1939 machte und die für den Korridor sogar eine Volksabstimmung vorsahen, die überdies nur die einstige Provinz Westpreußen erfassen sollte. Erst als Polen diese Vorschläge ablehnte und sich Angriffshandlungen zuschulden kommen ließ, schlug Deutschland in der Abwehr zu. Aber auch nachdem Polen niedergeworfen war, wollte es zunächst nichts als die Eingliederung der befreiten Gebiete und die Sicherung seiner Ostgrenze.

An Danzig und am Korridor waren nur Deutschland und Polen interessiert. Nicht einmal mittelbar bestand hier ein Interesse anderer Mächte, da das Kräfteverhältnis in Europa nicht im geringsten dadurch berührt wurde, wer diese Gebiete besaß. Wenn trotzdem England und Frankreich angesichts des deutsch-polnischen Zusammenpralls am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärten, ging es um anderes und um mehr als um den Besitz, dieser Gebiete. Es ging um den Versailler Vertrag, um seine endgültige Beseitigung oder um seine Wiederaufrichtung. Diese Wiederaufrichtung war das Ziel der Westmächte, das sie mit Phrasen über die Bedrohung Europas, über die Wiederherstellung Oesterreichs und der Tschecho-Slowakei, über die Rettung Polens tarnten. Sie fühlten ihre durch die Pariser Verträge geschaffene Vorherrschaft bedroht, wollten sich mit Deutschlands Gleichberechtigung und seiner wiedererrungenen Großmachtstellung nicht abfinden, auf die Gewinne des Weltkrieges nicht verzichten. Sie wollten auch einer Entwicklung vorbeugen, in deren Ergebnis sie über kurz oder lang die deutschen Kolonien hätten herausgeben müssen.

So lag schon von vornherein der Sinn des Krieges nicht im Kampf um Danzig und den Korridor, sondern im Kampf um den Versailler Vertrag. Doch in den seither verflossenen zwei Jahren hat er sich noch erweitert und vertieft.”

Auch der Krieg wegen der Russen in der Ukraine hat sich weiter vertieft.  Nach Maidan-Putsch und MH17-Abschuß ging die Einkreisung Rußlands durch Wirtschaftssanktionen weiter.  Ziel war es, die russischen Flotte von den Weltmeeren abzuschneiden, indem die „westliche“ Putsch-Regierung in Kiew Druck auf die russische Flotte auf der Krim ausübt.  Parallel dazu erfolgte der Nato-Angriff auf Libyen sowie die Bestechung Montenegros, um den Russen weitere Landehäfen am Mittelmeer wegzunehmen.  Zum Schluß blieb dann für die Russen als einziger sicherer Hafen im Mittelmeer nur noch Latakia in Syrien übrig, so dass dessen Präsident Assad als Verbündeter Rußlands vom „Westen“ in einen Bürgerkrieg hineingezogen wurde.

Natürlich hat dieser Krieg auch eine religiöse Komponente, weil Katar und Saudi-Arabien mit ihrem Geld Söldner zur weltweiten Ausbreitung des Wahabismus (= Salafismus) finanzieren, unter denen sich auch einige Fanatiker befinden, die zu einem Martyrium bereit sind.

Der Krieg gegen das Deutsche Reich ging auch 1941 weiter und der Krieg gegen Rußland geht jetzt ebenfalls unvermindert weiter, was man an den von den Geheimlogen aufgebotenen Protestierern ersehen kann, die morgen, wie Putin befürchtet, zur Inauguration von Trump einen zweiten Maidan inszenieren könnten.