ac4) Struktur der Weltpolitik

 

01.05.2017

http://krisenfrei.de/tragoedie-und-hoffnung/

 

Carroll Quigley: »Tragedy and Hope« – »Tragödie und Hoffnung«

 

Das Werk des ehemaligen akademischen und politischen Mentors von Bill Clinton war von dem New Yorker Verlag ›The Macmillan Company‹ bereits 1966 publiziert worden. Trotz der ungeheuren Brisanz der Ausführungen des an den Universitäten Harvard, Princeton und Georgetown lehrenden Historikers hat es Jahre gedauert, bis eine deutsche Übersetzung des Werks von Quigley erschien.

 

Eine von Andreas Bracher zusammengestellte Auswahlausgabe des Buches hatte der Perseus Verlag Basel 2007 veröffentlicht [1]. Im März 2016 publizierte dann der Kopp-Verlag die Originalversion des Werks unter dem Titel ›Tragödie und Hoffnung – Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit‹. [2] Trotz seines ›Alters‹ ist das Buch hochaktuell, da die darin niedergelegten Strategien unverändert geblieben sind. Im April 1971 hatte die Herausgeberin des ›Phyllis Schlafly Report‹, Dr. Phyllis Schlafly [3], also noch zu Lebzeiten von Quigley, der 1977 starb, einen Kommentar zu dessen Werk veröffentlicht, den wir bereits im Oktober 2005 auf politonline eingestellt hatten:

 

http://www.politonline.ch/?content=news&newsid=246

 

16. 10. 2005

 

Carroll Quigley – Tragedy and Hope, New York 1966

Nach dem Erscheinen ihres Bestsellers ›A Choice – Not An Echo‹ im Jahr 1964 spielte Phyllis Schlafly eine führende Rolle in der nationalen konservativen Bewegung der USA. Sie war von 1972 an Leiterin der Bewegung ›Pro Family Movement‹ und gründete eine nationale Freiwilligenorganisation mit dem heutigen Namen ›Eagle Forum‹; ferner bekämpfte sie während zehn Jahren erfolgreich die Realisierung eines Verfassungszusatzes ›Equal Rights Amendment‹ durch radikale Feministinnen. Als dezidierte und erfolgreiche Gegnerin derselben beteiligte sie sich an Hochschuldebatten, dies häufiger als andere Vertreter des konservativen Lagers. Als Rechtsanwältin war Schlafly von 1985-1991 ein von Präsident Reagan ernanntes Mitglied der Kommission für das ›Bicentennial of the US-Constitution‹.

 

Nun sind viele der von Quigley aufgezeigten Fakten in der Folge auch in zahlreichen weiteren politischen Werken resp. Artikeln offengelegt worden, indessen ist bis heute nicht ersichtlich, dass sich hier eine echte Gegenbewegung angebahnt hätte. Auch auf die Gefahr hin, sich zu wiederholen, sei noch einmal erwähnt, »dass die grosse Bedeutung von ›Tragödie und Hoffnung‹ darin liegt, dass hier von einem Insider das klare und schwerwiegende Eingeständnis erfolgt, dass es eine relativ kleine, aber äusserst machtvolle Gruppe gibt, welcher es gelungen ist, die massgeblichen Entwicklungen in der amerikanischen und europäischen Gesellschaft in ihren, wie es Quigley nennt, ›Würgegriff‹ zu bekommen. Quigley identifiziert und benennt den Kern dessen, was er als ›network‹ bezeichnet, als eine Gruppe von ›international bankers‹, wobei sich diese von gewöhnlichen Bankiers dadurch unterscheiden, dass sie kosmopolitisch und internationalistisch agieren, indem sie Regierungen in ihre Abhängigkeit bringen, vor allem über die Mechanismen der Staatsverschuldung. [4] Sie bedienen sich dabei äusserster Verschwiegenheit und ebenso geheimgehaltener Methoden zur finanziellen Beeinflussung des politischen und öffentlichen Lebens. Der Schlüssel zu ihrem Erfolg war die Tatsache, dass die internationalen Bankiers das Geldsystem einer Nation kontrollieren und manipulieren konnten, während es nach aussen so aussah, als ob es von der jeweiligen Regierung kontrolliert würde.« So erklärte auch die US-Rechtsanwältin Karen Hudes, die zwei Jahrzehnte lang in der Rechtsabteilung der Weltbank gearbeitet hat, in einem Interview mit dem US-Magazin ›The New American‹, »dass das globale Finanzsystem von einer kleinen Gruppe machthungriger Individuen rund um die FED dominiert werde. Die FED sei die Zentrale eines Netzwerks von 147 Finanzinstitutionen und Zentralbanken, die das gesamte Weltfinanzsystem so manipulieren, dass sie stets die Macht darüber behalten.« Siehe hierzu

Das Finanznetzwerk

http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=2166

 

30. 9. 2013

Zu den von Schlafly in ihrer Rezension aufgegriffenen Strukturen und Strategien des als ›Netzwerk‹ bezeichneten Establishments gehören u.a. natürlich auch die steuerbefreiten Stiftungen als Basis von Operationen und die Rolle des ›Council on Foreign Relations‹. Nun kann man den Fakt, dass bislang jeglicher Versuch, die teilweise immensen Vermögen der Stiftungen mit einer Steuer zu belegen, fehlgeschlagen ist, durchaus als Einflussnahme interpretieren, die diese zu ihren Gunsten auf die Regierungen ausüben.

 

Was nun den 1919 während der Verhandlungen zum Versailler Vertrag von den Bankiers Rockefeller und J.P. Morgan als Think Tank zur Koordinierung der globalen anglo-amerikanischen Aussenpolitik ins Leben gerufene ›Council on Foreign Relations‹ CFR angeht, so beschreibt Quigley diesen »als eine von mehreren ›Frontorganisationen‹, deren Hauptzweck es war, die Pläne der inneren Gruppe des Establishments voranzutreiben.« So wird auch präzisiert, dass der CFR vor allem ein Instrument der J.P. Morgan Bank war. Wie Wolfgang Effenberger schreibt, werden die wirklichen Absichten des Establishments ›im elitären Machtzirkel des Council on Foreign Relations parteiübergreifend geschmiedet. Dort finden vor allem Deutungsmuster und Weltbilder, die vor über einem Jahrhundert Sir Halford Mackinder, Alfred Thayer Mahan und Nicolas J. Spykman für den angelsächsischen Raum entworfen haben, regen Zuspruch‹. [5]

 

Die Gründung des europäischen Pendants, der ›European Council on Foreign Relations‹ ECFR, erfolgte dann am 2. Oktober 2007; auch hier finden wir die Spur von George Soros, in diesem Fall als Gründungsmitglied; Soros spielt für den ECFR eine wichtige Rolle. Die Organisation ist eigenen Angaben zufolge von der Londoner ›Open Society Foundation‹, die Soros‘ Stiftungsimperium angehört, gegründet worden. Sie wird zu einem Drittel aus diesem Netzwerk finanziert. Der US-Milliardär, der bereits in den 1980er Jahren die polnische Solidarnosc-Bewegung und die tschechoslowakische ›Charta 77‹ unterstützt hatte, stärkte bekanntlich in den vergangenen Jahren unter anderem prowestliche Umsturzbewegungen in den GUS-Ländern, so die Rosenrevolution in Georgien 2003 und die orangene Revolution in der Ukraine 2004. »Mittels der Finanzierung des ECFR bemüht er sich um Einfluss auf die Ausgestaltung der künftigen EU-Außenpolitik.« [6]

 

Zu den Gründungsmitgliedern des ECFR zählt auch Joschka Fischer, ferner das Mitglied der Atlantik-Brücke und Chef der Grünen, Cem Özdemir, der ehemalige EU-Aussenkommissar Chris Patten, Dominique Strauss-Kahn und der einstige finnische Staatspräsident Martti Ahtisaari, der für die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien verantwortlich zeichnet. Bekanntlich spielte J. Fischer 1999 als BRD-Aussenminister eine wesentliche Rolle beim Zustandekommen der NATO-Bombardierung Jugoslawiens, die Blair in seiner berüchtigten Chicagoer Rede als Meilenstein für eine neue Politik lobte, welche die ›alten‹ Prinzipien der nationalen Souveränität abschaffe. Der ECFR unterhält Büros in den Hauptstädten der 6 grössten EU-Staaten, in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen und in Bulgarien, letzteres stellvertretend für die südosteuropäischen EU-Mitglieder.

 

In diesem Zusammenhang ist es durchaus interessant, einen kurzen Blick auf einige Mitglieder der 1952 auf Initiative des Hamburger Bankiers Max Warburg hin in Hamburg gegründeten Atlantik-Brücke zu werfen, zu der Thorsten Hinz in der ›Jungen Freiheit‹ [7] u.a. einmal folgendes aufzeichnete: »Die Atlantik-Brücke bezeichnet sich als überparteilich, gemeinnützig und privat. Bescheiden lässt sie verlauten, ihr Ziel sei es, ›eine Brücke zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten zu schlagen. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten steht das Bemühen um ein besseres gegenseitiges Verständnis‹. Große Worte hat die Atlantik-Brücke nicht nötig. Eingeweihte wissen, daß es sich um einen der exklusivsten und einflußreichsten Vereine in Deutschland handelt. Die Atlantik-Brücke zählt rund 500 Mitglieder aus Politik, Wirtschaft, Militär und Medien. Zutritt erhält man nicht durch Bewerbung, sondern durch Empfehlung. Die Atlantik-Brücke gibt sich im Unterschied zu den Bilderbergern transparent, doch ihre Wirkung erzielt auch sie vor allem durch diskretes und informelles Handeln.«

Joachim Gauck gehört dazu und auf der Mitgliederliste stehen Führungskräfte aus Banken und Konzernen, Spitzenpolitiker der massgeblichen Parteien und bekannte Medienvertreter, so der Unternehmensberater Roland Berger, daneben Graf Lambsdorff, der Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, ZDF-Moderator Theo Koll, Zeit-Herausgeber Josef Joffe und der Zeit-Journalist Matthias Naß, der auch bei den Bilderbergern mitmischt, aber auch ein Mann wie Klaus Kleber.

 

Die Autorin der ›Geheimen Migrationsagenda‹, Friederike Beck, schrieb 2009 [8]: »Die heutigen Ziele der Atlantik-Brücke faßt ihr ehemaliger Vorsitzender, ein Multimilliardär aus einer bekannten Backpulverdynastie, Arend Oetker, sehr realistisch zusammen: ›Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben. Um Probleme effizient zu lösen, ist es eben hilfreicher, wenn sich die Entscheidungsträger persönlich kennen. Ein Mißverständnis kann schnell mit einem Telefonanruf ausgeräumt werden‹.« »Solche informellen Verbindungen und Entscheidungsstränge«, so Thorsten Hinz des weiteren, »degradieren die offizielle Gewaltenteilung und die parteipolitischen Auseinandersetzungen über Außenpolitik weitgehend zur Theaterkulisse. Wer politische Entscheidungen und Entwicklungen, Debattenverläufe und Pressekampagnen verstehen will, muß derartige Strukturen stets mitdenken.« Die Absichten des ECFR, vermerkte einmal ›Strategic Alert‹, kann man leicht erkennen, wenn man die Liste der Gründungsmitglieder betrachtet. Sie liest sich wie ein wahres Who’s Who der britischen ›liberalen‹ Freihandels- und Empire-Fraktion. [9]

 

Auch Cem Özdemir ist Mitglied der Atlantik-Brücke. Seine Aussage: »50 Jahre nach ihrer Gründung, an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend und auf dem Weg in ein neues supranationales Gebilde ›Europa‹ ist es allerhöchste Zeit, sich in der Bundesrepublik von der deutschen Volks- und Schicksalsgemeinschaft zu verabschieden, um ein Teil eines Europäischen Verfassungsstaates zu werden«, zeigt unmissverständlich, dass er der Entsouveränisierung der Staaten zuneigt. [10] Von daher gesehen ist es auch keineswegs überraschend, dass er nicht davor zurückschreckte, seine Teilnahme an den Protesten gegen den AfD-Parteitag vom 23. 4. in Köln anzukündigen [11], steht die AfD doch für Nation und Identität, die Voraussetzung für Demokratie, wofür sie unentwegt als ›rechts‹ verunglimpft wird. Özdemir wörtlich: »Die AfD schürt Haß und Hetze, will spalten und das friedliche Zusammenleben in unserem großartigen Land, in dem wir Konflikte mit zivilisierten Umgangsformen und vor allem demokratisch lösen, zerstören. Dem setze ich gerne ein deutliches, klares Signal entgegen.« Ich warte eigentlich, ob sich einmal ein Staatsanwalt findet, der es wagt, derartige Unterstellungen als volksverhetzend zu ahnden. Natürlich sind weder Nation noch Identität mit einer supranationale Regierung vereinbar, da sich eine solche durchaus auch als ›faschistisch‹ bezeichnen lässt. Hierzu Theodor W. Adorno: »Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten«. Geradezu lächerlich wird es, wenn Özdemir der AfD ankreidet, ›den Klimawandel zu leugnen.‹ Träfe das zu, befände sich die Partei auf diesem Gebiet allerdings in bester Gesellschaft mit zahlreichen vom IPCC unbeeinflussten Wissenschaftlern, die einen solchen in der Form, wie er uns von Seiten der UNO konstant eingehämmert wird, in Abrede stellen. Ein weiterer von Özdemir an die AfD gerichtete Vorwurf, dass »die AfD mit bürgerlichen Tugenden und Werten nichts am Hut habe, sondern offen Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen pflege«, betrachte ich als eine geradezu absurde Unterstellung.

Auch beschwört die AfD laut dem Grünen-Chef eine ›antieuropäische Abschottungspolitik‹. Vermutlich betrachtet er das als unerhört, auch wenn der gesamte Kontinent schwerst an der Asylantenlast trägt. Er indessen macht es sich recht einfach, meint er doch, dass es zur Lösung von Asylproblemen gehört, ›die Akzeptanz von Flüchtlingen zu erhöhen‹. So hatte er auch im Dezember 2014 die Kanzlerin aufgefordert, ›sich klar zu bekennen, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist und daß wir davon profitieren‹. Ich frage mich hier immer, wie es möglich ist, dass man ›grün‹ wählt…… Hierzu Dieter Rüggeberg in seinem Buch ›Geheimpolitik – Der Fahrplan zur Weltherrschaft‹ [12]: »Durch Bundesgesetze und bezahlte Schlepperbanden werden Hunderttausende von Asylanten nach Deutschland transportiert und planmäßig auf die Kommunen verteilt, um in der Bevölkerung Unruhe zu stiften. Außerdem werden Millionen von deutschen Aussiedlern nach Deutschland gebracht, für die es auf Jahre hinaus weder Arbeitsplätze noch Wohnungen gibt. Dabei fällt auf, daß das Aussiedlerproblem der Bundesrepublik seit etwa 10 Jahren bekannt ist, die jetzt akut werdende Wohnungsnot also bewußt erzeugt wurde, um dem Faschismus den Boden zu bereiten.«

 

Zu den von Quigley aufgegriffenen Themen gehört auch die Bedeutung von Cecil Rhodes; zu dem überragenden, jedoch meist verborgenen Einfluss des englischen ›Pioniers‹ einer ›Eine-Welt-Regierung‹ schreibt Quigley folgendes: »Im Zentrum seiner mysteriösen Unternehmungen stand der Wunsch, eine Föderation aller englischsprechenden Völker zu erreichen, unter deren Kontrolle die ganze restliche Welt gebracht werden sollte. Und zusammen mit Unternehmungen anderer Leute, die nicht zu den Insidern gehörten, gründete Rhodes eine Geheimgesellschaft, den ›Circle of Initiates‹.« Weitere wichtige Beweisstücke finden sich in Quigleys Werk ›The Anglo-American Establishment‹ [13] Mit der Gewissenhaftigkeit des guten Historikers hat Quigley offengelegt, welche politischen Wirkungen von der Geheimgesellschaft des Cecil Rhodes ausgegangen sind, bis hin zu politisch gesteuerten Hochzeiten zur Machtvermehrung. Ein paar Sätze in Verbindung mit der Gründung dieser Geheimgesellschaft bringen Klarheit: »Dreizehn Jahre später, in einem Brief an den Treuhänder seines dritten Testamentes, erzählte Rhodes, wie die Geheimgesellschaft aufgebaut werden sollte: Bezüglich der vorgebrachten Fragen nehmen Sie die Konstitution der Jesuiten, falls erhältlich, und setzen Sie Englisches Empire anstelle von römisch-katholische Religion ein. ….. Dies soll eine Art von religiöser Bruderschaft sein, ähnlich den Jesuiten, eine Kirche für die Ausbreitung des britischen Empires.« Nach dem Tode von Rhodes wurde Lord Milner eine der führenden Gestalten in der Gesellschaft, die sich unter Namen wie ›Milner Gruppe‹, ›The Round Table‹ und ›The Royal Institute of International Affairs‹ weiter ausbreitete. Ihren Nachwuchs holten sich diese Kreise hauptsächlich aus drei Universitäten von Oxford, den Hochschulen von All Souls, Balliol und New College.

 

Wie die US-Autorin und Anwältin Ellen Hodgson Brown [14] schreibt, »war Quigley selbst ein Insider, der nicht nur von der von ihm als die ›internationalen Bankiers‹ bezeichneten mächtigen Clique gefördert wurde, sondern seine Glaubwürdigkeit wird noch dadurch unterstrichen, daß er die politischen Ziele dieser Bankiers unterstützte. So schreibt Quigley wörtlich: ›Ich weiß um die Machenschaften dieses Netzwerks, weil ich es seit 20 Jahren untersucht habe und Anfang der 1960er Jahre sogar zwei Jahre lang seine Papiere und Geheimakten einsehen durfte. Ich hege keine Feindschaft gegen dieses Netzwerk oder gegen die meisten seiner Ziele; die meiste Zeit meines Lebens habe ich dieser Gruppe und vielen ihrer Institutionen nahe gestanden. Generell liegt der hauptsächliche Meinungsunterschied zwischen diesem Netzwerk und mir darin, daß es unbekannt bleiben will, und ich dagegen glaube, daß seine Rolle in der Geschichte so bedeutend ist, daß sie bekannt sein sollte‹.« »Viele Jahre lang«, legt Brown ferner dar, »hat die BIZ, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, kaum Aufsehen erregt und ihre Geschäfte hinter den Kulissen in einem ehemaligen Hotel abgewickelt. Dort wurden die Entscheidungen vorbereitet und getroffen, Währungen abzuwerten oder zu verteidigen, den Goldpreis festzusetzen, Banken, die ›offshore‹, also außerhalb der Gerichtsbarkeit agierten, zu regulieren, und schließlich auch die kurzfristigen Zinsraten anzuheben oder zu senken. Im Jahre 1977 gab die BIZ jedoch ihre Anonymität auf und bezog in Basel eine Zentrale, in der sie effizienter arbeiten konnte. Heute genießt die BIZ den Status einer Regierung: Sie hat Immunität, zahlt keine Steuern und verfügt sogar über ihre eigene private Polizei. Sie steht, wie von Mayer Rothschild vorausgesehen, über dem Gesetz.«

 

Brown zitiert in ihrem Artikel Joan Veon, die 2003 in einem Artikel unter der Überschrift: ›The Bank for International Settlements Calls for Global Currency‹ [15] folgendes darlegt: »Die BIZ ist der Ort, an dem sich alle Zentralbanken der Welt treffen, um die globale Ökonomie zu analysieren und festzulegen, welchen Weg sie als nächsten einschlagen werden, um noch mehr Geld in ihre Taschen fließen zu lassen, denn sie kontrollieren die gesamte sich im Umlauf befindliche Geldmenge und legen fest, welchen Zinssatz sie von Regierungen und Banken verlangen, die sich Geld von ihnen borgen. Wenn man versteht, daß die BIZ die Fäden im Weltwährungssystem zieht, dann versteht man, daß diese Bankiers die Macht haben, in einem bestimmten Land einen Finanzboom oder einen Finanzkollaps zu erzeugen. Wenn ein solches Land nicht das tut, was die Geldverleiher von ihm verlangen, dann brauchen sie nur die Währung dieses Landes zu verkaufen.«

 

Fakten dieser Art leiten unmittelbar zu der bereits verschiedentlich auf politonline veröffentlichten Aussage des vormaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn [16] über, der 2010 in seiner Rede auf einer Konferenz der EZB in Frankfurt am Main am 20. November deutlich gemacht hat, dass es das Ziel der Banken ist, die Regierungen ganz zu entmachten. Da die verschiedenen nationalen Interessen ›notwendigen‹ Entscheidungen im Wege stünden, müsse ›das Zentrum‹, d.h. die supranationale EU-Kommission und die EZB, die Macht übernehmen. ›Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Länder müssen bereit sein, mehr Befugnisse an das Zentrum abzutreten‹. Er appellierte an die EU-Länder, ›ihr letztes Vorrecht, nämlich den Staatshaushalt, aufzugeben.‹ Nicht, dass dies je einen unserer Volksvertreter zu Taten aufgeschreckt hätte. Und diese Absichten sind gedruckt, und keineswegs geheim. Hier lässt sich nur noch nahtlos anfügen: »Es ist fast allen Politikern völlig gleichgültig, was die Bevölkerung will. Die wirklich wichtigen Entscheidungen fallen im Hintergrund und nie in den Parlamenten. Den Menschen werden Politshows vorgeführt, ein Demokratietheater, das sie auch noch selbst zu finanzieren haben. Und die, die an den Töpfen sitzen, können sich ungeniert bedienen, machen sie doch auch die Gesetze, und so ist eigentlich alles ›rechtens‹, ein Rechtsstaat also.« [17] Zu diesem Brüsseler ›Zentrum‹ vermerkt Prof. Dr. Eberhard Hamer, der Leiter des Mittelstandsinstituts in Hannover: »Die mit der Globalisierung einhergehende Zentralisierung der politischen Macht hat also in den vergangenen 30 Jahren die Demokratie bei uns und vielen anderen Staaten weitgehend ausgehöhlt, nämlich die Staaten entstaatlicht, die Völker ›multikultiviert‹, die Parlamente entmachtet, den Staaten immer mehr Souveränitäts- und Hoheitsrechte entzogen und sie dafür mit supranationalen und internationalen Regelungen, die nicht den Wünschen der Bevölkerung, sondern den Interessen von supranationalen Funktionären und Machtgruppen entsprachen, neu geordnet.« [18]

»Seit Jahrzehnten«, so Marcus B. Klöckner in der ›Jungen Welt‹, »ist zu beobachten, wie sich der politische Formierungsprozeß nicht mehr nur in den dafür vorgesehen Institutionen vollzieht, sondern sich stattdessen in elitäre Gruppierungen verlagert, die fernab des öffentlich Sichtbaren agieren. Innerhalb solcher Elitezirkel wie die ›Bilderberger‹ kommt es zu einem enormen Zusammenfluß von Handlungsmacht. Diese läßt sich dann durch die Kontakte, die bei den Konferenzen zustande kommen, potenzieren. Dadurch wird es möglich, daß bestimmte Ideen, Konzepte und Vorschläge, die bei den Treffen unterbreitet werden, von den Teilnehmern nach außen, in die Politik bzw. in die Medien getragen werden können, bis sie schließlich zur ›Programmatik‹ werden, ohne daß ein Außenstehender nachvollziehen kann, woher diese stammt.« [19] George Wald, US-Nobelpreisträger für Biologie, meinte: »Ich glaube nicht, daß in der westlichen Welt die Regierungen wirklich regieren. Ich glaube, sie dienen als Handlanger großer finanzieller und industrieller Mächte.«

 

Nicholas Murray Butler, der 1931 gemeinsam mit Jane Addams mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde und sowohl Präsident der Columbia University als auch der Stiftung ›Carnegie Endowment for International Peace‹ war, sagte einmal: »Die Welt besteht aus 3 Klassen von Menschen, nämlich einer äußerst kleinen Gruppe, die alles entscheidet, eine etwas größere, welche wahrnimmt, wie die Dinge laufen und schließlich die überwältigende Mehrheit derjenigen, die keine Ahnung hat, was vor sich geht.«

 

Und das gilt unverändert bis zum heutigen Zeitpunkt. Leider.

 

Quelle: politonline

 

d.auerbach@gmx.ch

 

[1] https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/katastrophe-und-hoffnung/autor/carroll-quigley/

›Katastrophe und Hoffnung – Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit‹ von Andreas Bracher und Carroll Quigley ISBN: 3907564421 / 3-907564-42-1

 

[2] https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/carroll-quigley/tragoedie-und-hoffnung/id/9783864452628

Carroll Quigley ›Tragödie und Hoffnung – Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit‹ Kopp Verlag 2016 – 978-3-86445-262-8

 

[3] [3] Siehe hierzu https://en.wikipedia.org/wiki/Phyllis_Schlafly

 

[4] Siehe hierzu

http://www.politonline.ch/index.cfm?content=news&newsid=1817

2. 10. 2011 Rettungsschirm – Alle Briefe umsonst: für immer verschuldet – Von Doris Auerbach

 

[5] http://info.kopp-verlag.de/news/und-morgen-ganz-eurasien-der-ausbau-der-us-brueckenkoepfe.html 18. 11. 09 Und morgen ganz Eurasien – der Ausbau der US-Brückenköpfe – Von Wolfgang Effenberger

 

[6] http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57059

2. 11. 2007 – Staatsräson

 

[7] http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5536249cda1.0.html 30. 6. 12

Im Dienst der Vereinigten Staaten – Von Thorsten Hinz

 

[8] http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/632-das-guttenberg-dossier-teil-2.html 15. 5. 2009

Das Guttenberg-Dossier – Teil 2: Guttenberg, der ›Junge Führer‹ – Die Atlantik- Brücke und ihr Young-Leaders-Programm – Von Friederike Beck

 

[9] Strategic Alert, Jahrgang 22, Nr. 28 vom 10. Juli

http://www.ecfr.eu/council#tres

 

[10] Interinfo Linz Folge 424, April 2014

Cem Özdemir in seinem Buch ›Deutsch oder nicht sein?‹ – Integration in der Bundesrepublik

 

[11] https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/oezdemir-unterstuetzt-anti-afd-proteste/ 20. 4. 17 Özdemir unterstützt Anti-AfD-Proteste

 

[12] Dieter Rüggebergs ›Geheimpolitik – Der Fahrplan zur Weltherrschaft‹; Seite 210 – Rüggeberg – Verlag Postfach 13 08 44 D-42035 Wuppertal

ISBN 3-921338-15-8

 

[13] Carroll Quigley: ›The Anglo-American Establishment‹ Books in Focus New York 1981

 

[14] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/wirtschaft-und-finanzen/ellen-brown/der-turmbau-zu-basel-geheimplaene-fuer-eine-globa.html

21. 4. 2009 Der Turmbau zu Basel: Geheimpläne für eine globale Währung – Ellen Brown

 

[15] Joan Veon, »The Bank for International Settlements Calls for Global Currency« News with Views 26th August, 2003

 

[16] Strategic Alert, Jahrgang 24, Nr. 47 vom 24. November 2010

 

[17] Interinfo Linz Folge 6 vom Juni 2007

 

[18] Schweizerzeit Nr. 14 vom 2. Juni 2006

 

[19] http://www.jungewelt.de/2008/06-04/038.php 4.6.08 Die Kulissenschieber

Wenn die Bilderberger-Gruppe zur jährlichen Konferenz einlädt, kommt das »Who’s who« der Geostrategen zusammen. Dieses Mal trifft sich der Elitezirkel in den USA – Von Marcus B. Klöckner

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Aus:

http://krisenfrei.de/tragoedie-und-hoffnung/

Ceterum censeo Saudi-Arabiam esse delendam! sagte am :

01.05.2017

Eggert ist der Meinung, man habe aufgrund eines Bibel-Codes des Alten Testaments festgestellt, daß dort verschlüsselte Botschaften über die Zukunft enthalten sind.  Zur Entschlüsselung dieser Botschaften benötige man ein Geheimwissen, das in der jüdischen Kabbalah enthalten ist.  Nun habe sich erstaunlicherweise ergeben, daß die entschlüsselten Voraussagen des Alten Testaments sich tatsächlich erfüllt hätten, woraus Eggert messerscharf schließt, daß einflußreiche jüdische Kräfte seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden, daran tätig sind, diese Prophezeiungen zu erfüllen bzw. in die Tat umzusetzen.  Anders hätten sie sich nicht materialisieren können.  Zu diesen jüdischen Propheten gehört auch der geheimnisvolle Nostradamus.  Eggert sieht als die Vollstrecker der verschlüsselten Botschaften das okkulte Chassidentum, eine relative kleine aber einflußreiche Gruppe innerhalb des Judentums.  So wie die Anhänger Calvins durch erfolgreichen Wohlstand den Beweis des Segens Gottes nachweisen wollen, womit die göttliche Prädestination zu ihren Gunsten nachgewiesen wird, versuchten auch die chassidischen Juden die göttlichen Voraussagen zu beweisen, indem sie diese heimlich verwirklichten.

Für Fremdlinge dürfte das Eindringen in die hebräischen Schriften nicht ganz einfach sein, gelesen wird wie beim Arabischen von rechts nach links, weil im Original nur Konsonanten geschrieben wurden und die diakritischen Punkte erst nach Jahrhunderten hinzukamen.  So ging sogar der Gottesname Jahwe verloren.

Sollte an den Erkenntnissen was dran sein, kommen auf uns tatsächlich einige Probleme zu;  denn damit der ersehnte Messias wieder in Jerusalem kommt, muß der dritte Tempel dort wieder hergestellt werden, was ziemlich viel Probleme mit dem Iran geben dürfte, wo es einen El Kud-Tag, d. h. Jerusalem-Tag, gibt.  Man wundert sich, daß die moderne und technologisch fortgeschrittene Menschheit auf solchen alten Schriften wie dem Koran und dem AltenTestament beruhen soll und deswegen vielleicht in Weltkriege gestützt wird.  An die Prophezeiungen von Hesekiel mag ich gar nicht denken.

Selbst das Evangelium könnte man auf die große muslimische Masseneinwanderung nach Europa interpretieren Matthäus 24, 6:

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/24/

„6 Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschreckt euch nicht. Das muß zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. 7 Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich gegen das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. 8 Da wird sich allererst die Not anheben.“

Eggert hat sich also tatsächlich bemüht ein Geheimnis zu lösen, seine Erkenntnisse sind nicht von der Hand zu weisen:

Wolfgang Eggert, Erst Manhattan, dann Berlin: messianische Fundamentalisten wollen das Weltenende.

https://www.youtube.com/watch?v=OqmQTGiPo10

Ferner:  Wolfgang Eggert, Im Namen Gottes Israels Geheimvatikan

Als Vollstrecker biblischer Prophetie

Vatikan = die römische Kurie, die Verwaltung der römisch-katholischen Weltkirche, die auch für geheime Machenschaften bekannt ist.

https://www.pdf-archive.com/2016/05/25/israels-geheimvatikan-1-wolfgang-eggert/

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Falkenauge sagte am :

Ein ungeheuer wichtiger Artikel. Vielen Dank für die Veröffentlichung!

Mit dem Entstehen des CFR befasst sich genauer auch dieser Artikel:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/01/07/die-anglo-amerikanische-lenkung-der-welt-durch-elitenzirkel-die-entstehung-von-chatham-house-und-council-on-foreign-relations/

Zu der Bedeutung von Cecil Rhodes und des Round Table in England als Zentrum der britischen Elite, die einen starken Einfluss auf die amerikanische Elite hat:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/07/14/elitarer-nationalismus-und-imperialismus-in-england-vor-dem-ersten-weltkrieg/

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/07/25/okkulte-einflusse-im-englischen-imperialismus-vor-dem-1-weltkrieg/